Martens - GrübelPfarrer Dr. Martens trifft Beauftragten für Religionsfreiheit der Bundesregierung

Am 5. Juni 2019 hatte Pfarrer Dr. Gottfried Martens D.D., der in der Evangelisch-Lutherischen Dreieinigkeits-Gemeinde der SELK in Berlin-Steglitz unter Geflüchteten arbeitet, nach einem Facebook-Eintrag „ein sehr gutes und intensives Gespräch“ mit dem Beauftragten der Bundesregierung für weltweite Religionsfreiheit, Markus Grübel, MdB. Dabei ging es um die Probleme von zum christlichen Glauben konvertierten Gemeindegliedern. Man sei sich einig gewesen, dass es nicht Aufgabe des Staates sei, „Glaubensprüfungen durchzuführen und die Aussagen der Kirchen in Zweifel zu ziehen.“ (SN/MB)

 

OstinatoOstinato gastiert in Jabel

Chormusik vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart erklingt am 7. Juli in der Kirche der Evangelisch-Lutherischen Gemeinde der SELK in Heiligengrabe-Jabel. Das in der Kirchenregion Ost der SELK beheimatete Vokalensemble Ostinato thematisiert in seinem Programm das Leben von Jesus Christus und bringt Musik zu seiner Geburt, Passion und Auferstehung zu Gehör. Geleitet wird der Chor seit September 2018 von Georg Mogwitz (Leipzig), Kantor der SELK in der Kirchenregion Ost. Das Konzert beginnt um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei, Spenden werden erbeten. Ein Höhepunkt des Programms ist "Tenebrae factae sunt" von Francis Poulenc (1899-1963). Hier wird in besonders eindrücklicher Weise vom Kreuzestod Jesu erzählt. Das Konzert beginnt um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei, Spenden werden erbeten.

Das Vokalensemble Ostinato wurde 1996 gegründet. Heute treffen sich etwa 30 jüngere Leute einmal im Monat zu einem Proben- oder Konzertwochenende, meist in Kirchengemeinden der SELK in Sachsen, Thüringen oder Brandenburg. Eine Probenwoche im Sommer legt dabei die Grundlage zum intensiven Einstudieren neuer Musik, in diesem Jahr in Jabel.

Über 150 Konzerte zeugen von einer regen Konzerttätigkeit. Darüber hinaus blickt Ostinato auf zahlreiche weitere Engagements zurück, so zum Beispiel anlässlich der Reformationsfesttage in Worms (1999) und Wittenberg (2017) sowie der Weltausstellung EXPO 2000 in Hannover (2000), so auf sechs Deutschland-Konzertreisen zwischen 2003 und 2016, auf einer Konzertreise nach Großbritannien (2007) und einer Tournee durch Polen und Tschechien (2018) und in Fernsehgottesdiensten anlässlich der Eröffnung der Sammlung "Brot für die Welt" (2005) sowie in der St. Trinitatisgemeinde der SELK in Leipzig (2015).

Geleitet wird der Chor seit September 2018 von Georg Mogwitz (Leipzig), Kantor der SELK in der Kirchenregion Ost. Der in Dresden geborene Musiker war Mitglied des Dresdner Kreuzchores und studierte in Leipzig Kirchenmusik unter anderem bei Roland Börger, Maike Bühle, Christian Fischer und Gregor Meyer. Seit 2015 ist er zudem Chorleiter beim Leipziger Kammerchor. (SN/MB)

 

Dr. Werner Klän erhält Ehrendoktorwürde in den USA - Akademische Abschlussfeier des Concordia Seminary in St. Louis Klaen d Buettner

St. Louis, 20.5.2019 - selk - Am Freitag, den 17. Mai 2019, endete das 180. Studienjahr des Concordia Seminary in St. Louis (MO, USA), einer von zwei theologischen Hochschulen der Lutheran Church-Missouri Synod (LCMS), einer Schwesterkirche der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK).

In diesem Rahmen wurde Prof. i.R. Dr. Werner Klän (Lübeck), dem langjährigen Lehrstuhlinhaber für zunächst Historische und später Systematische Theologie an der Lutherischen Theologischen Hochschule Oberursel (LThH) der SELK und Mitglied des Pfarrkonvents Berlin-Brandenburg, die Würde eines Doctor of Letters ehrenhalber verliehen.

In der Begründung heißt es, Klän sei ein "produktiver Autor und angesehener theologischer Lehrer". Neben Klän wurden unter anderem auch Erzbischof Janis Vanags D.D. (Riga) von der Evangelisch-Lutherischen Kirche Lettlands mit einer weiteren Ehrendoktorwürde (Doctor of Divinity) und Rev. Dr. Samuel Nafzger, langjähriger Generalsekretär sowohl der Commission on Theology and Church Relations der LCMS als auch des International Lutheran Council (Internationaler Lutherischer Rat) als "herausragender Absolvent" ausgezeichnet.

Aus Anlass der Verleihung der Ehrendoktorwürde an Klän überbrachte Prof. Dr. Christian Neddens (Oberursel), Nachfolger Kläns auf dem Lehrstuhl für Systematische Theologie an der LThH, die Grüße der SELK, namentlich von Bischof Hans Jörg Voigt D.D. (Hannover), und von der Hochschule, an der Klän über Jahrzehnte gewirkt hat. Dabei stellte Neddens vor allem die kritisch-konstruktive Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte und das Engagement in internationalen und ökumenischen Dialogen als besondere Leistung Kläns heraus. Zudem lud er dazu ein, den Austausch zwischen den beiden Hochschulen, sowohl auf Studierenden- als auch auf Dozentenebene, lebendig zu halten.

Der Präsident des Concordia Seminary, Prof. Dr. Dale A. Meyer, dankte Neddens für seine Worte und betonte, dass es auch im Interesse seiner Hochschule sei, die bestehenden Verbindungen zwischen den Kirchen und Hochschulen in der Zukunft weiter zu stärken. (MB/SN)

Kirchenmusik - Sängerfest in Potsdam am 16. Juni 2019 Kirchenmusikfest Potsdam 2019 web

In diesem Jahr findet das Sängerfest des Kirchenbezirks Berlin-Brandenburg in Potsdam statt. Früher hat es in Potsdam oft die sogenannten "Chortreffen" gegeben, doch seit der "Wende" ist die Christusgemeinde nun erstmalig wieder Gastgeber für solch eine kirchenmusikalische Veranstaltung, heuer am Trinitatisfest zum Thema: "Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist". Die Leitung hat Sprengelkantor Georg Mogwitz.

Manche Gemeinden des Kirchenbezirks haben ihre Gottesdienste am 16. Juni zum Kirchenmusikfest nach Potsdam verlegt. Da die Christuskirche für die Zahl der zu erwartenden Sänger und Gäste zu klein ist, wurde die Gemeinde der Inselkirche der Hoffbauerstiftung in Hermannswerder angefragt. So feiern wir am Vormittag um 10 Uhr mit der evangelischen Ortsgemeinde einen gemeinsamen Gottesdienst, der vom Kirchenbezirk Berlin-Brandenburg der SELK von der Musik und der Verkündigung her gestaltet wird. Zwischen dem Festgottesdienst und der Nachmittagsveranstaltung gibt es Gelegenheit zum Mittagessen, zum Erzählen und zum Spazierengehen auf der schönen grünen Insel.
Um 15.00 Uhr findet dann die "Stunde der Kirchenmusik" mit vielen musikalischen Höhepunkten statt. Im Anschluss kann dann den Tag bei Kaffee und Kuchen ausklingen.

Für die genauere Planung laufen derzeit Abfragen bezüglich der Essensversorgung in den Gemeinden. Direkt neben der Insel-Kirche befindet sich ein Tagungszentrum, das uns seine Sanitären Anlagen zur Nutzung anbietet. Auf feste Bestellung hin können wir dort Mahlzeiten zum Preis von ca. 5 - 6,50 € bekommen.

Für das Kaffeetrinken nach der Nachmittagsveranstaltung bitten die Potsdamer darum, Kuchen mitzubringen. Für den Kaffee sorgt die gastgebende Gemeinde. Angedacht war neben einer Verpflegung durch das Tagungszentrum auch zu grillen, was aber wegen der schon jetzt vorherrschenden Trockenheit entfallen muss.

Die Potsdamer freuen sich auf viele Gäste auf Hermannswerder und über viele anpackende Hände etwa beim Aufbau der Tische und Bänke auf den Rasenflächen für die Pausen und das Kaffeetrinken.

Detailliertere Angaben über die vorhandenen Park- und Anfahrtsmöglichkeiten mit PKW und öffentlichen Nahverkehr - oder vom Bahnhof auch zu Fuß - sowie einen Plan von Hermannswerder sind in den Pfarrämtern zu erhalten. Pfarrer Schulze (und MB)

Ostival in Großwülknitz beendet - Jugendveranstaltung mit Teilnehmenden aus ganz Ostdeutschland gruppenfoto ostival

Vom 10.-12. Mai 2019 fand in Großwülknitz (Sachsen-Anhalt) das erste Ostival statt. Die Veranstaltung richtete sich an Jugendliche und junge Erwachsene aus den drei in den neuen Bundesländern angesiedelten Kirchenbezirken der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK). An der Veranstaltung nahmen ungefähr 80 Personen teil.

Inhaltlich befassten sich die Teilnehmer mit dem Thema "Schöpfung." Sie konnten dabei aus fünf angebotenen Workshops zwei auswählen und besuchen. Bei Sebastian Schmidt, Kirchglied der SELK in Erfurt, beschäftigten sich die Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit "Gefühlen in Glaube und Beziehungen". Schmidt ging anhand biblischer Beispiele der Frage nach, wie Christen mit den ihnen von Gott geschenkten Gefühlen sachgemäß umgehen können. Dabei standen sowohl Aspekte des Glaubenslebens als auch Beziehungen zwischen Mann und Frau im Fokus. Pfarrer Matthias Tepper (Plauen), der Jugendpastor des Kirchenbezirks Sachsen-Thüringen, erläuterte Paradigmen der Evolutionstheorie und wie Christen mit den Behauptungen dieser Theorie umgehen könnten. Er machte deutlich, dass man "viel Glauben braucht, um an einer Schöpfung ohne Gott festzuhalten" und zeigte außerdem Schwächen der Annahme auf, dass es eine Evolution von einer Art zur anderen geben könne (Makroevolution).

Noah Müller (Oberursel), ein Theologiestudent der SELK, leitete einen Workshop zum Thema "Schöpfungsordnung". Dabei gingen die Teilnehmenden der Frage nach, wie Gott Familie, Staat und Kirche geordnet habe. Dazu beschäftigten sie sich intensiv mit verschiedenen Bibelstellen und deren Zusammenhängen, wobei sie auch gesellschaftlichen Trends entgegenstehende Aspekte von Gottes Wort wahrnahmen. Tristan Liebert (Potsdam), Bezirks-Jugend-Vorsitzender im Kirchenbezirk Berlin-Brandenburg, stellte in seinem Workshop das Konzept "Nachhaltigkeit" vor und ging der Frage nach, wie Einzelne aktiv werden könnten, um der Zerstörung der Umwelt entgegenzuwirken. Im Anschluss betätigten sich die Teilnehmenden des Workshops kreativ, indem sie Tragetaschen mit verschiedenen Motiven gestalteten. Das Thema "Schönheitswahn" wurde in einem Workshop unter Leitung von Pfarrer Benjamin Rehr (Weigersdorf), Jugendpastor des Kirchenbezirks Lausitz, behandelt. Dort beschäftigten sich die Teilnehmenden mit hilfreichen und weniger hilfreichen Antworten auf Schönheitsideale, die in der Gesellschaft vorherrschten. Rehr thematisierte die Grenzen rein äußerlicher Kosmetik, die dem (empfundenen) Mangel an Schönheit als Folge des Sündenfalls nur sehr begrenzt aufhelfen könne. Gemeinsam überlegten die Jugendlichen, wie die innere Schönheit, mit der Gott die Gläubigen seit ihrer Taufe schmücke, in deren Auftreten sichtbar werden könne.

Neben der thematischen Arbeit blieb Raum für zahlreiche sportliche, musikalische und spielerische Aktivitäten. Nachmittags trotzten zahlreiche Teilnehmende dem andauernden Regen mit Fußball und Volleyball, während andere in Innenräumen Tischtennis spielten oder Kreistänze einübten. An beiden Abenden öffnete eine "DankBar", an der Getränke und Snacks erworben werden konnten und gleichzeitig eine Box mit Zetteln gefüllt wurde, auf denen Jugendliche Dinge notierten, für die sie dankbar sind. Am Samstagabend wurden verschiedene Aktivitäten angeboten, zum Beispiel Just Dance, kreatives Basteln, Kinoabend oder Poker. Beschlossen wurde der Samstagabend mit einer Andacht, die von Norbert Schulz, Jugendkoordinator des Kirchenbezirks Berlin-Brandenburg, geleitet wurde.

Am Sonntag endete das Ostival mit einem feierlichen und fröhlichen Beichtgottesdienst, den Jugendpastor Tepper leitete. Erstaunt und dankbar wurde festgestellt, dass der Eingangspsalm und die biblischen Lesungen des kirchenjahreszeitlichen Sonntags Jubilate hervorragend zu dem Thema des Wochenendes passten. Viele Teilnehmende zeigten sich begeistert von der neu konzipierten Veranstaltung, sodass eine Wiederholung angestrebt wird.

Fotos von der Veranstaltung werden zeitnah auf der Seite des Jugend-Mitarbeiter-Gremiums Berlin-Brandenburg veröffentlicht: https://www.jumigbb.de/index.php/galerie. (MB/SN)

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