Arbeit von Laib und Seele in der Missionsgemeinde Berlin-Marzahn vor dem Aus?

„Am 4. März war das Fernsehen bei uns in der Lebensmittelausgabestelle LAIB und SEELE“, berichtet Pfarrer Kirsten Burghard Schröter von der Evangelisch-Lutherischen Missionsgemeinde der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) in Berlin-Marzahn: „Wir waren sehr aufgeregt und sind nun gespannt, was herausgekommen ist.“ In Berlin-Marzahn ist dies die einzige Lebensmittelausgabestelle für Bedürftige. Eine Vielzahl Marzahner sind aber auf die Lebensmittelausgabe angewiesen. Ehrenamtlich engagieren sich viele aus dem Stadtteil. Nun  steht die Lebensmittelausgabestelle vor der Schließung, weil ein Eigentümerwechsel zu einer Erhöhung der Miete geführt hat. Die kleine Missionsgemeinde kann die Kosten aber allein nicht stemmen.

Der Bericht des Rundfunks Berlin-Brandenburg in der Sendung zibb (Zuhause in Berlin & Brandenburg) ist hier nachzusehenSendung zibb (Zuhause in Berlin & Brandenburg) ist hier nachzusehen. (SN/MB)

Flüchtlinge willkommen heißen – Vollversammlung des Diakonierates der SELK verabschiedet Resolution zur Flüchtlingsthematik Barbara Hauschild

Vom 19.-21.2.2015 hat die jährliche Vollversammlung des Diakonischen Werkes der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (DW-SELK) in den Räumen der Berliner Stadtmission getagt, die selbst zum Evangelischen Werk für Diakonie und Entwicklung (EWDE) gehört. Die Vollversammlung vereint die diakonischen Einrichtungen in der SELK, die Initiativen und die Diakoniebeauftragten der Kirchenbezirke.

Zwei inhaltliche Schwerpunktthemen beschäftigte die Konferenz: Zum Einen nahm sie einen praxisnahen Bericht von Frau Dr. Astrid Giebel, Theologische Referentin aus dem Präsidialbereich der Diakonie Deutschland zum Thema „Diakonie Care“ auf. In den zurückliegenden Jahren hat sich eine Initiative entwickelt, die stark vernetzt das Thema existenzieller Kommunikation und
Spiritualität in der Pflege zum Thema gemacht hat. Dem aus dieser Arbeit entstandenen Verein „Existenzielle Kommunikation und Spiritualität e.V.“ (NEKS) ist die Vollversammlung mit entsprechendem Beschluss beigetreten.

Zum anderen war ein Bericht von Pfarrer Dr. Gottfried Martens zur aktuellen Flüchtlingsthematik u.a. auch am Beispiel des Missionsprojekts der evangelisch-lutherischen St. Mariengemeinde in Berlin-Steglitz Gegenstand der Beratungen. Zur Flüchtlingsfrage hat die Vollversammlung eine eigene Resolution verabschiedet. Beschlossen wurde auch eine Empfehlung an die Kirchenleitung, die Diakoniekollekte 2015 der Flüchtlingsarbeit in der SELK zu widmen.

Die Vollversammlung hat die Zuordnung zur Kirche für das Evangelisch-Lutherisches Altenpflegeheim in Hesel (Niedersachsen) in seiner neuen gesellschaftsrechtlichen Form als gGmbH der Kirchenleitung der SELK zur Beschlussfassung empfohlen.

Dr. Frank Keidel (Berlin) und Pfarrer Stefan Paternoster (Korbach), deren Amtszeit im Präsidium des DW der SELK ausgelaufen war, wurden für vier Jahre wieder gewählt. Außerdem wurde ein Nominierungsausschuss zur Besetzung der Stelle eines Diakoniedirektors / einer Diakoniedirektorin bestimmt, da die Stelle der Amtsinhaberin, Diakoniedirektorin Barbara Hauschild (Foto), 2016 in der jetzigen Form ausläuft. Ihr Bericht konnte krankheitsbedingt nur schriftlich zur Kenntnis genommen werden.

Da durch die EKD-Synode vom November 2013 das Mitarbeitervertretungsgesetz (MVG) der EKD fortgeschrieben worden war, machte sich eine Anpassung des MVG für das DW-SELK erforderlich. Hierzu hat die Vollversammlung einen Antrag an die 13. Kirchensynode gestellt, ein 5. Änderungsgesetz zum MVG zu beschließen.

Die Tagung wurde durch einen Abendmahlsgottesdienst und Andachten strukturiert. Ebenso stand ein Besuch im neuen Gebäude des Evangelischen Werkes für Diakonie und Entwicklung (EWDE) in Berlin-Mitte auf dem Programm. Dort hörten die Tagungsteilnehmer einen Bericht zur Arbeit des neuen Werkes von Georg Blaschke aus dem EWDE. (SN/MB)

Kirchenasyl Thema der Kirchenbezirkssynode Berlin-Brandenburg Synodelogoc

Vom 27.-28. März 2015 wird die Kirchenbezirkssynode Berlin-Brandenburg der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) zusammentreten. Superintendent Peter Brückmann, Berlin-Wedding, hat in die evangelisch-lutherische Augustana-Gemeinde der SELK eingeladen, um über die Belange des Kirchenbezirks zu beraten. Hierbei ist eine umfangreiche Tagesordnung abzuarbeiten.

Neben dem Bericht des Superintendenten wird das Thema Kirchenasyl in einem Vortrag von Pfarrer Dr. Gottfried Martens Gegenstand der Beratungen sein. Dr. Martens arbeitet seit mehreren Jahren mit Flüchtlingen vornehmlich aus dem Iran und Afghanistan. Mittlerweile ist er auf dem Gebiet des Asylrechts, auch im Kontext von Kirchenasyl, zu einem Experten geworden.

Der Arbeitsschwerpunkt mit Flüchtlingen hat in den vergangenen Jahren zu einem starken Anstieg der Gemeindegliederzahlen der evangelisch-lutherischen St. Mariengemeinde (SELK) geführt, sodass die Schwerpunktarbeit von Zehlendorf nach Steglitz verlagert worden ist. Ein Antrag auf der Bezirkssynode wird sich mit der Ausgliederung des Seelsorgebezirks Steglitz aus der Mariengemeinde Berlin-Zehlendorf befassen. Ziel ist eine selbstständige Gemeinde in Steglitz innerhalb eines gemeinsamen Pfarrbezirks mit der evangelisch-lutherischen Mariengemeinde in Berlin-Zehlendorf.

Der Kirchenbezirk Berlin-Brandenburg der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) wird von Superintendent Peter Brückmann, Berlin-Wedding, geleitet. Zu diesem Kirchenbezirk gehören 13 Pfarrbezirke mit einer Vielzahl an Gottesdienstorten. (MB)

Diakonische Arbeitsgemeinschaft evangelischer Kirchen (DAeK) tagte in Berlin - Pfarrer SuessPfarrer Stefan Süss (SELK) zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt

Auf der Sitzung der Diakonischen Arbeitsgemeinschaft evangelischer Kirchen (DAeK) am 19. Februar 2015 ist Pfarrer Stefan Süss, Guben, von der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) zu ihrem stellvertretenden Vorsitzenden gewählt worden. Emanuel Brandt (BEFG), langjähriges Vorstandsmitglied und bis 2014 auch Vorsitzender der DAeK hat sich aus Altersgründen aus der Verantwortung des stellvertretenden Vorsitzes zurückziehen müssen. Den Vorsitz im DAeK hat seit 2014 der Präsident der Diakonie Deutschland, Pfarrer Ulrich Lilie, inne. Dem Vorstand gehört für die SELK Pfarrer Süß an.

Die Mitgliederversammlung selbst beschäftigte sich zuerst mit dem Haushaltsplanbeschluss 2015. Weiter hörte sie Berichte aus dem Aufsichtsrat des Evangelischen Werkes für Diakonie und Entwicklung (EWDE) und seiner Ausschüsse. Ebenso hat die Geschäftsführerin der DAeK, Frau Dr. Gyburg Beschnidt, ihren Tätigkeitsbericht vorgelegt.

Schwerpunktthema der Mitgliederversammlung war die Langzeitarbeitslosigkeit als gesellschaftliches Problem. Dazu referierte Maria Loheide, Sozialpolitischer Vorstand der Diakonie Deutschland. Mit ca. 1,1 Millionen Langzeitarbeitslosen, darunter auch ca. 350.000 Kinder als Mitbetroffene, ist ein signifikantes und vielfach nicht beachtetes Thema aufgerufen, dem sich der Bundesverband der Diakonie politisch stellt.

Abgestimmt wurde das Konzept für den Eröffnungsgottesdienst zur Konferenz Diakonie und Entwicklung im Oktober 2015, dessen Verantwortung die DAeK übernommen hat. Es ist das erste Mal, dass die in der DAeK zusammengeschlossenen Frei- und altkonfessionellen Kirchen diese Aufgabe übertragen bekommen haben.

Mit Jürgen Hammelehle, Mitarbeiter des EWDE im Bereich der Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit von Brot für die Welt – evangelischer Entwicklungsdienst, sind gemeinsam Fragen zum Erhalt der Akzeptanz von Sammlungen für Brot für die Welt bei den Kirchen der DAeK erörtert worden. Bekräftigt wurde dabei noch einmal die Herkunftsgeschichte von Brot für die Welt als einer gemeinsamen Aktion der Landes- und Freikirchen seit 1959.

Ausgetauscht und ergänzt wurden Berichte der Mitglieder der DAeK aus ihren Kirchen zur aktuellen diakonischen Arbeit.

2015 läuft das verkürzte Mandat für die Zusammensetzung der Konferenz Diakonie und Entwicklung des EWDE und seiner Ausschüsse aus. Die Kirchen der DAeK hatten deshalb neue Nominierungen vorgenommen. Die DAeK verfügt über 10 Sitze in der Konferenz, über je einen Sitz in den Ausschüssen Diakonie und Entwicklung, über zwei Sitze im Aufsichtsrat und einen Sitz im Geschäftsführenden Ausschuss. Die neue Mandatierung gilt dann für sechs Jahre und ist durch die Konferenz Diakonie und Entwicklung im Oktober 2015 zu bestätigen. Für die SELK ist Pfarrer Stefan Süß nominiert worden und zu seiner Stellvertretung Diakoniedirektorin Barbara Hauschild. Süß ist außerdem erneut für den Aufsichtsrat des EWDE vorgeschlagen.

Neun Frei- und altkonfessionelle Kirchen sowie der Verband freikirchlicher Diakoniewerke und die Vereinigung evangelischer Freikirchen (VEF) bilden zusammen mit dem EWDE die DAeK. Die SELK wird in diesem Gremium von Diakoniedirektorin Barbara Hauschild (Dortmund) und Rektor Pfarrer Stefan Süss vertritt die Kirche und die diakonischen Einrichtungen der SELK. Sie ist eine von anderen Trägerkirchen des Diakonischen Werkes Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. Die SELK ist eine bundesweite evangelisch-lutherische Kirche, die national in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen als Vollmitglied mitarbeitet. Zur SELK gehören bundesweit rund 34.000 Kirchglieder. (SN/MB)

Pfarrer i.R. Horst Nickisch christlich beigesetzt Pfarrer Nickisch

Am 7. Februar 2015 ist der emeritierte Pfarrer Horst Nickisch, Berlin, verstorben, wie selk-news berichtete. Gleich in zwei Berliner Gemeinden hat er als Pfarrer seinen Dienst versehen: Einmal in der Paulusgemeinde in Neukölln (1968-1981) und dann in der Dreieinigkeits-Gemeinde in Steglitz (1985-1994). Zwischenzeitlich führte sein Weg nach Pforzheim, wo er in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Baden, einer Schwesterkirche der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche, seinen Dienst tat. Seine letzte Pfarrstelle hatte er im Pfarrbezirk Köln-Bonn-Aachen inne, bevor er als Ruheständler wieder mit seiner Frau Jutta nach Berlin zurückkehrte.

Übergemeindlich war er im Kirchenbezirk Berlin-West – dem Vorgängerbezirk des heutigen Kirchenbezirks Berlin-Brandenburg der SELK – für rund zehn Jahre als Jugendpfarrer tätig. Sein Engagement für die Jugendarbeit und das mit jungen Erwachsenen, setzte sich als Leiter des Praktisch-Theologischen Seminars für Vikar, Pfarrvikar und Pastoralreferentinnen für nahezu 15 Jahre weiter fort. Bis 2012 war Pfarrer i.R. Nickisch Beauftragter für Seniorenarbeit. Auch das Thema Presse- und Öffentlichkeitsarbeit gehörte zu seinen Herzensanliegen. Der Trauergottesdienst fand am Montag, dem 16. Februar 2015, in der Pauluskirche in Neukölln unter reger Anteilnahme vieler Gemeindeglieder aus den Berliner Gemeinden statt. Beigesetzt wurde er auf dem Städtischen Friedhof in Reinickendorf. (MB/SN)

SELK


 

 

Superintendentur


 

Superintendent Roger Zieger
Friedrichstraße 6
13585 Berlin
Telefon: 030-33507627
Mobil: 0170-2130376
Mail: superintendent-bb@selk.de