Herbstkonvent des Kirchenbezirks Berlin-Brandenburg – Perikopenrevision und Konfirmation Themenschwerpunkte KircheFuerstenwaldeinnendrei

Am 1. Oktober 2015 ist der Pfarrkonvent des Kirchenbezirks Berlin-Brandenburg der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) unter der Leitung von Superintendent Peter Brückmann, Berlin-Wedding, zu seiner Herbstsitzung zusammengetreten. Gastgebende Kirchengemeinde ist die Evangelisch-Lutherische Gemeinde in Fürstenwalde/Spree gewesen.

Nach dem Beicht- und Abendmahlsgottesdienst setzte die inhaltliche Arbeit ein. Nach der Bearbeitung der Perikope aus Markus 2,1-12, folgte eine erste Bewertung der Perikopenrevision, die zurzeit in der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD) vorgenommen wird. Es wird zurzeit überlegt, ob und inwieweit auch die SELK die Periopenrevision für sich übernimmt. Pfarrer Johann Hillermann, Berlin-Mitte, führte detailliert in die Änderungen ein, während die Pfarrer Edmund Hohls, Berlin-Wilmersdorf, und Rainer Kempe, Berlin-Neukölln, von ihren Erfahrungen im gottesdienstlichen Vollzug berichteten. Als ein Ergebnis kann festgehalten werden, dass zwar grundsätzlich die Übernahme möglich erscheint, aber an einigen Sonntagen bei der in der SELK üblichen Lese- und Predigtordnung geblieben werden solle.

Nach dem der Mittagspause beschäftigte sich der Konvent mit dem Thema: Konfirmation von Gemeindegliedern in anderen Kirchen. Bischof i.R. Dr. Jobst Schöne D.D., Berlin, führte in kirchenrechtliche Aspekte ein. Hingewiesen wurde aus dem Bereich der Konventualen, dass die in der SELK in Geltung stehende Ökumenische Verantwortung benennt, dass eine Konfirmation in einer anderen Kirche als der SELK ein Übertritt in die Kirche zur Folge hat, in der die Konfirmation erfolgte.

Weiterhin hörte der Konvent einen kurzen Bericht über das Berliner Fest der Kirchen, dem ökumenischen Stadtkirchenfest. Es wird verantwortet vom Ökumenischen Rat der Kirchen Berlin-Brandenburg, in dem der Kirchenbezirk Berlin-Brandenburg mitarbeitet. Es ist ein positives Fazit gezogen worden.

Erste Überlegungen zur inhaltlichen Gestaltung des Bezirkskonvents im Januar 2016 ist angestellt worden. Thematisch wird sich der Konvent mit der Personalsituation im Kirchenbezirk 2020 beschäftigen, zu dem der Geschäftsführende Kirchenrat Pfarrer Michael Schätzel, Hannover, als Referent angefragt ist.

Mit einem Reisesegen ist der Tageskonvent zu Ende gegangen. (MB)

Geistliche Gemeinde-Erneuerung - SELK in Schwerin hatte Pfarrer Swen Schönheit zu Gast PfarrerKopelkeb

In der Evangelisch-Lutherischen Martin-Luther-Gemeinde der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) in Schwerin fand kürzlich ein Gemeindeabend mit Pfarrer Swen Schönheit statt. "Warum nicht dahin schauen, wo es wächst in der Gemeindelandschaft?", so erklärt der Schweriner SELK-Pfarrer Johannes Kopelke den Auslöser für diesen Gesprächsabend mit zwei Themenschwerpunkten.

Der Referent steht im Dienst der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO). Er ist einerseits Gemeindepfarrer an der Apostel-Petrus-Gemeinde in Berlin-Reinickendorf und andererseits theologischer Referent der Geistlichen Gemeinde-Erneuerung in der Evangelischen Kirche.

Im ersten Teil berichtete Schönheit über die geistlichen Wachstumspunkte seiner landeskirchlichen Gemeinde in Berlin. Aus schwierigen Anfängen erwachsen, versammeln sich mittlerweile über 200 Gäste und Gemeindeglieder zu den Gottesdiensten, davon rund ein Drittel Kinder und Jugendliche.

Immer noch staunend über Gottes Wirken benannte der Theologe Punkte, für die die Gemeinde dankbar ist: Menschen lernten durch die Gemeinde Christus (neu) kennen. Die junge Generation fand ein geistliches Zuhause und prägt die Gemeinde mit. Menschen wurden heil an Leib und Seele und fanden Frieden. Die Gottesdienste wurden zum Anziehungs- und Sammelpunkt.

Im zweiten Teil des Abends schloss sich die Beschreibung von Weichenstellungen an, dem Wirken des Heiligen Geistes Raum zu geben. Dazu gehöre das Entwickeln einer Vision für die Gemeinde. Dann gehe es darum, ein geistliches Kernteam zu entwickeln. Weiter sei ein Umschalten von Betreuung auf Bevollmächtigung anzustreben. Dabei seien gerade Kleingruppen wichtig. Der Referent betonte auch die Notwendigkeit, die Gemeinde sprachfähig zu machen, den Gottesdienst ins Zentrum zu rücken und die herausragende Bedeutung des Gebetes. Ausführungen zum Einsatz von Geistesgaben rundeten den Vortrag ab.

Bei der Möglichkeit für Rückfragen stand die Frage nach dem Missbrauch von Geistesgaben im Raum. Hier komme es auf einen verantwortlichen Umgang an, der nicht an der eingesetzten Gemeindeleitung vorbei gehen dürfe, so der Referent.

"Schön war es, dass auch eine Reihe von Gästen aus der Ökumene die Einladung zu diesem Gemeindeabend wahrgenommen haben", so Pfarrer Kopelke. (SN/MB)

Sprengelbläserfest der SELK in Dresden – Gemeinden aus dem Kirchenbezirk beteiligt SELK Dresden komp
Ein großer Blechbläserchor aus dem Sprengel Ost der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) musizierten am 27. September 2015 beim Sprengelbläserfest des Sprengels Ost in der St. Petri-Kirche in Dresden, der Gottesdienststätte der gastgebenden Dresdener Dreieinigkeitsgemeinde. Während für den vereinigten Posaunenchor zunächst Proben auf dem Programm standen, konnten rund dreißig Kinder ein gelungenes "Kartoffelfest" feiern. Etwas vierzig Gäste nutzten die Gelegenheit zu einer Stadtführung unter Leitung von Bettina Voigt mit dem Schwerpunkt "Dresden als Musikstadt".

Zur festlichen Bläservesper am Nachmittag versammelte sich eine große Zuhörerschaft in der St. Petri-Kirche. "Mehr als 300 Gäste haben mit uns diesen herrlichen musikalischen Gottesdienst gefeiert", freute sich Stefan Dittmer, Pfarrer der gastgebenden Gemeinde. Der aus Mitgliedern der Bläserchöre in den Gemeinden des Sprengels gebildete Chor und die Band der Evangelisch-Lutherischen Paulus-Gemeinde Berlin-Neukölln wussten unter der Leitung von Sprengelbläserwart Rainer Köster (Berlin) mit ihrem Programm zu überzeugen. Gleich zu Beginn kam es zu einer Uraufführung, als mit dem eigens für das gestrige Fest komponierten Werk "Together" von Michael Schütz ein besonderer Höhepunkt geboten wurde. Viel zeitgenössische Musik wurde zu Gehör gebracht, aber auch ältere Werke erklangen.

Zum abwechslungsreichen Programm gehörten sowohl Bläsermusiken von Ottorino Respighi, Michael Praetorius, Hans Leo Hassler, Jacob de Haan und anderen als auch Choralbearbeitungen, so etwa von Thomas Riegler und Richard Roblee.

Die Gemeinde wurde aktiv einbezogen - so gleich bei dem eindrücklichen Auftaktlied "Verleih uns Frieden gnädiglich", das unter Ergänzung zeitgenössischer Strophen als Zusammenstellung verschiedener Vertonungen gestaltet wurde. Das zur liturgischen Form der Vesper gehörende Magnificat, der biblische Lobgesang der Maria, wurde als Collage für Sprecher, Bläserchor und Gemeindegesang umgesetzt. In dem musikalisch gerahmten Fürbittengebet ergänzten sich der Sprecher und die singende Gemeinde ("Da wohnt ein Sehnen tief in mir" | Anne Quigley/Eugen Eckert) im Wechsel.

Das Festmotto "Hilf mir und segne meinen Geist mit Segen, der vom Himmel fließt" war dem Paul-Gerhardt-Choral "Geh aus, mein Herz, und suche Freud" entnommen. Diesen Choral legte Kirchenrat Pfarrer Michael Schätzel (Hannover) als Festprediger aus - eingeleitet und unterteilt von Choralmusik und einmündend in den Gemeindegesang ausgewählter Strophen.

Am Ende der Bläservesper waren deutlich mehr als zwei Stunden vergangenen, aber die dynamisch-abwechslungsreichen Darbietungen ließen zu keinem Zeitpunkt das Gefühl unguter Längen aufkommen - im Gegenteil: Das war ein kurzweiliges, geistlich gut gegründetes Programm, überzeugend ausgeführt. Die Zuhörer ließen das am abschließenden Applaus dankbar erkennen. (SN/MB)

Einsatz für verfolgte Christen – Pfarrer Dr. Gottfried Martens erhält Stephanus-Preis 2016 Martens Gottfried

Der Stephanus-Preis 2016 der Stephanus-Stiftung für verfolgte Christen wird Pfarrer Dr. Gottfried Martens, Berlin, für sein Engagement unter Flüchtlingen verliehen. Martens arbeitet als Gemeindepfarrer an der Evangelisch-Lutherischen Dreieinigkeits-Gemeinde der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) in Berlin-Steglitz vor allem unter Flüchtlingen aus dem Iran und Afghanistan, neuerdings auch aus Eritrea. Der Stephanus-Preis ist für Menschen, die ihren Glauben entweder in Verfolgerstaaten bekennen oder aber sich außerhalb von Diktaturen für verfolgte Christen einsetzen. Zu den Preisträgern vergangener Jahre gehörten der eritreische Patriarch Abuna Antonios, Erzbischof Louis Sako in Bagdad (Irak) oder das Hilfswerk der Jesuiten in Homs (Syrien).

„Dass ich mit dieser Preisverleihung nun in einer Reihe mit solchen mutigen Glaubenszeugen stehe, beschämt mich eher. Ich habe den Preis angenommen als Würdigung der Glieder unserer Gemeinde, von denen so viele für ihren Glauben so viel auf sich genommen und erlitten haben und die auch jetzt noch als Asylbewerber in unserem Land so viel zu erleiden haben. Dass ihr Schicksal durch die Preisverleihung noch weiter in der Öffentlichkeit bekannt wird, ist mir eine Freude und ein besonderes Anliegen“, so Martens. Der Stephanus-Preis soll am Samstag, dem 28. Mai 2016, in einem Festakt in der Evangelisch-Lutherischen Dreieinigkeits-Kirche in Berlin-Steglitz verliehen werden.

Die 2011 mit zwei Iranern begonnene Arbeit unter Migranten führte zunächst zu einem Wachstum der Evangelisch-Lutherischen St. Mariengemeinde in Berlin-Zehlendorf, an der Martens bis Mai 2015 Gemeindepfarrer war. Weil die Zahl derer, die Hilfe bei Martens suchten stetig stieg, hat die Kirchenleitung der SELK 2012 beschlossen mit Pfarrer Markus Büttner einen zweiten Pfarrer in die St. Mariengemeinde zu entsenden. Im Mai 2013 ist die Arbeit unter Flüchtlingen in die Evangelisch-Lutherische Dreieinigkeitskirche nach Berlin-Steglitz verlagert worden. Zunächst als Projekt innerhalb der St. Mariengemeinde als multinationale Flüchtlingskirche im Sinne einer Schwerpunktkirche konzipiert, wurde im Mai 2015 ein Teil der bisherigen St. Mariengemeinde ausgegliedert. Sie bildet nun die Dreieinigkeits-Gemeinde in Berlin-Steglitz. Beide Kirchengemeinden sind weiterhin in einem Pfarrbezirk miteinander besonders verbunden. Die Dreieinigkeits-Gemeinde wächst gegen den allgemeinen Trend weiter stark, besonders durch das nicht abreißende Interesse von Iranern und Afghanen am christlichen Glauben. Heute gehören mehr als 600 Gemeindeglieder aus dem Iran und Afghanistan zur Dreieinigkeits-Gemeinde in Berlin-Steglitz.

Sowohl die St. Mariengemeinde als auch die Dreieinigkeits-Gemeinde gehören zum Kirchenbezirk Berlin-Brandenburg der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK). Zu diesem Kirchenbezirk gehören 13 Pfarrbezirke mit einer Vielzahl an Gottesdienstorten. Die SELK ist eine bundesweite evangelisch-lutherische Kirche, die national in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen als Vollmitglied mitarbeitet. Der Kirchenbezirk Berlin-Brandenburg arbeitet im Ökumenischen Rat der Kirchen Berlin-Brandenburg mit. Zur SELK gehören bundesweit rund 33.000 Kirchglieder. Sie ist über die Diakonische Arbeitsgemeinschaft evangelischer Kirchen Mitglied im Evangelischen Werk für Diakonie und Entwicklung und eine Trägerkirche des Diakonischen Werkes Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. (MB)

Früherer Pfarrer der Gemeinde Berlin-Mitte und Propst des Sprengels Ost übernimmt Seminarleitung – Wilhelm Torgerson Rektor in Odessa Pfarrer Torgerson a

Wilhelm Torgerson, D.D., früherer Gemeindepfarrer der Evangelisch-Lutherischen Gemeinde Berlin-Mitte und Propst des Sprengels Ost der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) wird zum Semesterstart im September 2015 Rektor im ukrainischen Odessa. Dies teilte der Nachrichtendienst SELK-News mit. Der 71-jährige Theologe wirkte ab 2007 als Rektor des von der Lutheran Church-Missouri Synod, der US-amerikanischen Schwesterkirche der SELK, initiierten Wittenberg Projekts, an dem die SELK maßgeblich beteiligt ist. Nach seiner Emeritierung 2009 lehrte Torgerson am Concordia Lutheran Seminar der Lutheran Church Canada (LCC), der kanadischen Schwesterkirche der SELK, in St. Catharines/Ontario.

Torgerson weiß, dass er auf ein starkes Fundament, das sein Vorgänger Reverent Dr. Norman Threinen gelegt hat, aufbauen kann. Seit 1998 wirkte Threinen als Leiter dieses theologischen Seminars, das mit Hilfe der LCC gegründet wurde. Viele der Absolventen arbeiten nun als Pfarrer in Partnerkirchen der LCC, wie beispielsweise  in Kasachstan und in der Synode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in der Ukraine (SELCU). Trotz der Spannungen zwischen der Ukraine und Russland hat die Synode der SELCU 2014 beschlossen, einen neuen Kurs in Odessa zu beginnen.

"Es ist mit eine Freude, diesen neuen Dienst für die Kirche zu übernehmen. Ich freue mich, auf dem starken Fundament aufbauen zu können, das Dr. Threinen gelegt hat, wenn wir ukrainische Studenten zu Pastoren ausbilden", so der neue Rektor. (SN/MB)

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