Pfarrer Albrecht in den Ruhestand verabschiedet PfarrerAlbrechta

Am 31. Jaunuar 2021 wurde Pfarrer Bernd Albrecht in Heiligengrabe-Jabel aus dem aktiven Dienst der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) verabschiedet, um mit dem 1. Februar in den Ruhestand zu treten. Coronabedingt war die Verabschiedung nur im kleinen Kreis der erweiterten Kirchenvorstände möglich. In beiden Gemeinden des Pfarrbezirks Jabel-Neuruppin der SELK wurde eine Andacht gehalten, am Vormittag in Neuruppin, am Nachmittag in der Gemeinde Jabel.

In seiner Ansprache über das Bibelwort "Es ist erschienen die heilsame Gnade Gottes allen Menschen" (Brief an Titus, Kapitel 2, Vers 11) ging der scheidende Gemeindepfarrer mit nur wenigen Worten auf seine Dienstzeit von mehr als 14 Jahren in der Kreuzgemeinde Neuruppin und mehr als 21 Jahren in der Gemeinde Jabel ein, um desto mehr die Gnade Gottes als den Grund des Christseins aufleuchten zu lassen.

In Jabel dankte der Superintendent des Kirchenbezirks Berlin-Brandenburg der SELK, Pfarrer Peter Brückmann (Berlin-Wedding), Bernd Albrecht für seinen Einsatz in den Gemeinden wie für seine langjährige Mitarbeit im Bezirksbeirat, ebenso Albrechts Frau Ulrike für ihre Mitarbeit in der Gemeinde, und verlas die Urkunde der Kirchenleitung der SELK über den Eintritt in den Ruhestand. Einige Grußworte schlossen sich an. Im Namen der Gemeinde dankte die Kirchenvorsteherin Sieglinde Haake mit persönlichen Worten den Eheleuten Albrecht für ihren Dienst und hob dabei den hilfreichen seelsorglichen Einsatz von Pastor Albrecht hervor. Als Geschenk wurden ein Präsentkorb mit regionalen Produkten der Prignitz sowie ein Fotobuch mit Rückschau auf die Höhepunkte des Gemeindelebens in jedem der zurückliegenden 21 Jahre überreicht. Der Jabeler Ortsvorsteher Fred Wehland, zugleich Vorsitzender des landeskirchlichen Gemeindekirchenrates, verlas ein Grußwort des evangelischen Pfarrers Berthold Schirge und ließ gemeinsame Neuanfänge im Jahr 1999 lebendig werden. Andreas Weiß, Prediger der Landeskirchlichen Gemeinschaft Wittstock, dankte Pfarrer Albrecht für das gute Miteinander. Der nun zuständige Vakanzvertreter für den Pfarrbezirk Jabel-Neuruppin, Pfarrer Hans-Hermann Holst (Schwerin), beschloss die Reihe der Grußworte. Der Wunsch wurde laut, Ehepaar Albrecht im Sommer noch einmal einzuladen, um bei einem Gemeindefest vielen Gemeindegliedern die Begegnung mit dem scheidenden Pfarrerehepaar zu ermöglichen. Anschließend an Andacht und Grußworte überraschten vor der Kirche Bläser des evangelischen Posaunenchors Wittstock Ehepaar Albrecht mit einem musikalischen Gruß, Zeichen für die besondere Verbundenheit mit der örtlichen Ökumene.

Albrecht war vor seiner Zeit in Jabel und Neuruppin als Pfarrer in den Pfarrbezirken Hagen (Westfalen) und Soltau tätig gewesen. Ihren Ruhestandssitz nehmen die Eheleute Albrecht im niedersächsischen Uelzen. (SN/MB)

Trost und Freude über das Kommen Gottes in die Welt bringen! - Adventssingen für ältere Gemeindeglieder in Berlin DSC02430

An den Vortagen zum dritten und vierten Advent machten sich in Berlin Kirchglieder der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) auf den Weg zu älteren Gemeindegliedern, die nicht mehr zum Gottesdienst kommen können, um ihnen mit Advents- und Weihnachtsliedern eine Freude zu bereiten. Sowohl die Singenden als auch die Hörenden stammten aus verschiedenen Gemeinden. Beteiligt waren die Berliner SELK-Gemeinden Mitte, Neukölln, Wilmersdorf, Wedding und Zehlendorf.

Die 17 Sänger teilten sich in zwei Gruppen auf und machten jeweils an mehreren Stationen halt. Gesungen wurde ausschließlich draußen und mit ausreichendem Abstand. Zwischen den Liedern erklang die biblische Weihnachtsgeschichte aus dem Lukasevangelium, Kapitel 2. "Derartige religiös-kultische Veranstaltungen im Sinne von Artikel 4 des Grundgesetzes und Artikel 29 Absatz der Verfassung von Berlin sind derzeit möglich", heißt es in einer Mitteilung aus dem Kreis der Teilnehmenden.

"Wie soll ich dich empfangen" und "Macht hoch die Tür, die Tor macht weit" gehörten zu den Liedern, die erklangen. Passend dazu öffneten sich viele weitere Fenster und Balkontüren, sodass nicht nur die Besuchten selbst lauschten und mitsangen, sondern auch einige Nachbarn. Es gehe darum, „Trost und Freude über das Kommen Gottes in die Welt bringen zu können", so Teilnehmer. (SN/MB)

Missionsdirektor Zieger als Kandidat zur Wahl eines Superintendenten in unserem Kirchenbezirk nominiert 2020 12 05 Zieger a

Am 19. November 2020 trat der Pfarrkonvent Berlin-Brandenburg in der Evangelisch-Lutherischen Augustana-Gemeinde zu Berlin-Wedding zusammen, um für die Wahl eines neuen Superintendenten auf der Kirchenbezirkssynode am 12./13. März 2021 Kandidaten zu nominieren. Der jetzige Amtsinhaber, Superintendent Peter Brückmann (Berlin-Wedding), gibt sein Amt mit der Kirchenbezirkssynode im kommenden Jahr aufgrund seines bevorstehenden Ruhestandes zurück. Geleitet wurde das Nominierungsverfahren von Propst Gert Kelter (Görlitz). Als einziger Kandidat wurde Missionsdirektor Pfarrer Roger Zieger (Berlin-Spandau) gewählt und wird der Bezirkssynode zur Wahl vorgeschlagen. Zieger ist übergemeindlich im Amt des Missionsdirektors der Lutherischen Kirchenmission tätig, gehört aber zum Pfarrkonvent des Kirchenbezirks Berlin-Brandenburg. Er ist verheiratet mit Barbara Zieger. Das Ehepaar hat zwei erwachsene Kinder. (MB)

Kirchenregion Ost: Propstnominierung über Zoom und mit Polyas – Gert Kelter einziger Kandidat Propst Kelter Goerlitz

Vom 4. bis zum 5. November 2020 fanden sich über die Videokonferenzplattform „Zoom“ die stimmberechtigten Mitglieder der Pfarrkonvente Berlin-Brandenburg, Lausitz und Sachsen-Thüringen zusammen, um für die Wahl eines Propstes in der Kirchenregion Ost Kandidaten zu nominieren. Die Amtszeit vom derzeitigen Propst Gert Kelter, Görlitz, läuft mit Jahresfrist aus.

Die 30 Konventualen zeigten sich während der zweitägigen Sitzung unter der professionellen technischen Leitung von Superintendent Michael Voigt, Guben, mit dem für manche Konventuale neue Medium diszipliniert und auf die Sache fokussiert.

Nach der Eröffnungsandacht von Pfarrer i.R. Hinrich Müller, Cottbus, der Feststellung der Anwesenheit und die Beschlussfähigkeit der drei Teilkonvente, wurde mittels „Heilungsbeschluss“ das Verfahren über zoom und die rechtssichere und geheime Abstimmung über Polyas einstimmig zugestimmt. Propst Kelter führte in die Wahlordnung und die Aufgaben eines Propstes ein. Mittels offener Abstimmung wurde der Vertrauensausschuss gewählt. Die Vertrauensleute bestimmten Superintendent Voigt zum Vorsitzenden. Im weiteren Verfahren konnten die Konventualen bis zu zwei Vorschläge aus dem Kreis der Gemeindepfarrer der Kirchenregion Ost über den Online-Dienstleister für rechtssichere Wahlen „Polyas“ unterbreiten.

Nach Bekanntgabe und der Befragung der vorgeschlagenen Kandidaten durch den Vorsitzenden des Vertrauensausschuss, stellte sich als einziger Kandidat der Stelleninhaber, Propst Kelter, der Wahl im Rahmen des Nominierungsverfahrens. Als nominierter Kandidat für die Wahl zum Propst wurde Pfarrer Gert Kelter mittels der Wahlplattform Polyas gewählt. Die Wahlversammlung der Kirchenregion Ost soll dezentral am 13. März 2021 in den Kirchenbezirken im Rahmen von Kirchenbezirkssynoden zusammentreten. (MB)

Kooperation zwischen Kita St. Marien und Fachhochschule Clara Hoffbauer in Potsdam Schaukasten St Marien

Der Kindergarten St. Marien, getragen von der Evangelisch-Lutherischen St. Mariengemeinde Berlin-Zehlendorf in der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) ist Kooperationspartner Fachhochschule Clara Hoffbauer, die auf Hermannswerder in Potsdam beheimatet ist. Diese Fachhochschule ist Teil der Hoffbauer-Stiftung. Sowohl die St. Mariengemeinde als auch die Hoffbauer-Stiftung sind Mitglieder im Diakonischen Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, jedoch von unterschiedlicher Größe.

Im Kindergarten St. Marien werden bis zu 20 Kinder von drei Erziehern betreut, unterstützt von einer Auszubildenden zur staatlich anerkannten Erzieherin, einer ehrenamtlichen Küchenhilfe sowie einer Koordinatorin, die gleichfalls ehrenamtlich tätig ist. Der Trägervorstand als ständiger Arbeitsausschuss des Kirchenvorstandes der St. Mariengemeinde arbeitet ehrenamtlich unter dem Vorsitz des Geschäftsführers und Gemeindepfarrers Markus Büttner.

Die Einrichtungen der Hoffbauer-Stiftung hingegen haben über 1000 Mitarbeiter. „Zusammen stärken sie Kinder, Jugendliche und Erwachsene in 40 Einrichtungen auf ihrem Bildungsweg - von der Kita bis zur Fachhochschule. Sie betreuen und pflegen Senioren in den Einrichtungen der Altenpflege. In der Hospizarbeit begleiten sie Menschen auf ihrem letzten Lebensweg und stehen trauernden Menschen bei. Sie haben ein Ohr für Menschen in Notlagen, beraten und begleiten sie. Natürlich bedarf es dazu einer funktionierenden Verwaltung. Vorstand, Geschäftsführung, Sekretariat, Finanz-, Personal- und Technikabteilung sowie die Unternehmenskommunikation unterstützen von Hermannswerder aus alle Einrichtungen.“, wie es in einer Selbstvorstellung heißt.

Zum Bildungsspektrum in der Hoffbauer-Stiftung zählen heute, Evangelische Kindertagesstätten, Evangelische Grundschulen, Evangelische Gymnasien und Gesamtschule, Berufsbildende Schulen im sozialen Bereich, Fachhochschule, Institut für Bildung und Entwicklung, Arbeit mit schulverweigernden Jugendlichen. So unterhält die Hoffbauer-Stiftung auch die Fachhochschule Clara Hoffbauer Potsdam. In dualen praxisintegrierten Studiengängen werden Praxis und Theorie miteinander verbunden. Die Studienangebote umfassen Bewegungspädagogik und Tanz, Musikpädagogik und Musikvermittlung, Sprachpädagogik und erzählende Künste, Medienbildung und pädagogische Medienarbeit. Ein erfolgreich abgeschlossenes Studium endet mit einem Bachelor, auf den ein Masterstudiengang folgen kann.

„Durch eine Rundmail des Diakonischen Werkes sind wir auf die Hoffbauer-Stiftung aufmerksam geworden, die auf der Suche nach Praxispartnern für ihre Studiengänge gewesen ist.“, so Pfarrer Büttner. Nach Beratungen und Beschluss im Trägervorstand des Kindergartens St. Marien hatte er im Vorfeld des Kooperationsvertrages die Einrichtungen der Hoffbauer-Stiftung besucht und mit Frau Prof. Dr. Maxine Saborowski, die eine Professur für Bewegungspädagogik inne hat, eine kompetente und freundliche Gesprächspartnerin. „Evangelisch-Lutherische Kirche war immer auch Bildungskirche!“, so Büttner. Dieser Tradition verpflichtet unterhält die St. Mariengemeinde seit 1984 einen Kindergarten, bildet junge Menschen zu Erziehern aus und engagiert sich nun folgerichtig auch als Praxispartner für die Fachhochschule Clara Hoffbauer.

Die Gründung der Stiftung war ursprünglich erst nach dem Ableben des Ehepaares Hermann und Clara Hoffbauer angedacht. Doch nach dem frühen Tod ihres Mannes 1884 erwarb Clara Hoffbauer bald ein ca. 40 Hektar großes Gebiet auf dem Tornow, einer Halbinsel in Potsdam, um dort ihre Stiftung zu errichten. Der erste Spatenstich erfolgte am 10. Juni 1891 des ersten Hauses der Stiftung, des Waisenhauses »Esche«. Insgesamt entstanden in den nächsten Jahren rund 20 Gebäude, zu denen ein Krankenhaus, mehrere Waisenhäuser, eine Kapelle, ein Schulgebäude, ein Diakonissen-Mutterhaus sowie ein Gutshof und Versorgungseinrichtungen gehörten. Am 30. Juni 1901 wurde die Hoffbauer-Stiftung offiziell eröffnet. Aus diesem Anlass übergab Clara Hoffbauer das Gut Hermannswerder samt ihrem Teilvermögen an das Kuratorium der Stiftung, die nun mit 6 Millionen Mark und einer Vielzahl an Gebäuden ausgestattet war. Im Gedenken an ihren Ehemann ließ sie die Halbinsel in Hermannswerder umbenennen. Clara Hoffbauer verantwortete zu ihrer Zeit die gesamte Entwicklung der Stiftung mit den unterschiedlichen Arbeitsbereichen bis zu ihrem Tod im Jahre 1909. Sie war eine starke Persönlichkeit, die fest im christlichen Glauben wurzelte und gegen äußere Widerstände ihre Stiftungsideen umsetzte, wie es im Geschichtsrückblick der Stiftung heißt.

„Wir freuen uns, dass mit Anneli Hoffmann am heutigen 2. November 2020 gleich zu Beginn unserer Kooperation die erste Studentin bei uns ist. Bereichert können die kommenden drei Jahre in unserem Kindergarten für alle werden, wenn sie einerseits Erfahrungen bei uns sammelt und andererseits Lerninhalte aus ihrem Studiengang bei uns einbringt. So wird aus dem papiernen Kooperationsvertrag lebendiges Miteinander!“, so Pfarrer Büttner. (MB)

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