Selbstständige Lutheraner gedenken in Berlins Mitte der Maueröffnung mit einem Festgottesdienst – Bischof i.R. Dr. Schöne D.D. hält als Zeitzeuge die PredigtEvangelisch-Lutherische Kirche Berlin-Mitte

Die Evangelisch-lutherische (altlutherische) Gemeinde in Berlin-Mitte hatte ihre große Kirche und das Pfarrhaus nur etwa 100 Meter von der Berliner Mauer entfernt. Die Gemeinde war ein Anlaufort für Gemeindeglieder der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) aus West-Berlin und aus der gesamten Bundesrepublik Deutschland, standen doch beide Kirchen, die heute in dieser Evangelisch-Lutherischen Kirche vereinigt sind, damals in Kirchengemeinschaft.

Die politische Situation hatte sich Mitte 1989 nicht nur in der damaligen DDR stark verändert. Trotzdem glaubte kaum jemand an eine kurzfristige grundlegende politische Veränderung.

Am 9. November 1989 wurde die Berliner Mauer, die 28 Jahre lang eine gewaltsame Teilung Berlins, Deutschlands und Europas darstellte, in beiden Richtungen durchlässig. Bürger der DDR konnten nach Westberlin. Diese Gelegenheit haben Kirchenmitglieder der evangelisch-lutherischen (altlutherischen) Kirche genutzt um sich in Westberlin mit Gemeindegliedern ihrer Schwesterkirche, der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche zu treffen und Gottesdienste zu besuchen.

Dankbar für diese Entwicklung und alle anderen Möglichkeiten, die sich seit Öffnung der Mauer und der Vereinigung Deutschlands für die Menschen ergeben haben, wird am Sonntag, dem 9. November um 17.00 Uhr in der Evangelisch-Lutherischen Gemeinde Berlin-Mitte (SELK), Annenstraße 52/53, 10179 Berlin, ein Dank- und Gedenkgottesdienst gefeiert werden.

In diesem Dankgottesdienst wird der emeritierte Bischof der SELK, Dr. Jobst Schöne, D.D., der seinerzeit sofort aus Hannover nach Berlin gekommen war, predigen. Bis zu seiner Amtseinführung 1986 war Bischof i.R. Dr. Schöne Superintendent des Kirchenbezirks Berlin-West und Pfarrer der Evangelisch-Lutherischen St. Mariengemeinde Berlin-Zehlendorf, wo er heute wieder Gemeindeglied ist.

Die evangelisch-lutherische (altlutherische) Kirche in der DDR, auch Altlutheraner genannt, vereinigte sich 1991 mit der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche zu einer Kirche. Der Kirchenbezirk Berlin-Brandenburg der SELK vereinigt Kirchengemeinden aus Ost und West. Geleitet wird der Kirchenbezirk von Superintendent Peter Brückmann, Berlin-Wedding.

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