SELK: Diakonie-Fachtag in Berlin

Zu einem Fachtag am 30. August 2014 für diakonische Einrichtungen im Bereich der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) und der Diakonischen Arbeitsgemeinschaft evangelischer Kirchen (DAeK), der die SELK angehört, hat das Diakonische Werk der SELK in das Haus des Evangelischen Werkes für Diakonie und Entwicklung (EWDE) in Berlin eingeladen. Pfarrer Stefan Süß, Rektor des Naëmi-Wilke-Stiftes in Guben und stellvertretender Vorsitzender der Vollversammlung des Diakonierates der SELK, eröffnete den Fachtag mit einer Andacht in der Kapelle der Berliner Diakoniezentrale, ehe Verena Thiele (Schnega), die Vorsitzende der Vollversammlung, die Teilnehmenden begrüßte.

Inhaltlich befasste sich die Fachtagung mit verschiedenen Rechtsfragen aus dem Bereich der Diakonie. Als Referenten standen Ingo Dreyer, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der diakonischen Dienstgeber, und Dr. Jörg Kruttschnitt, Vorstandsmitglied der Diakonie Deutschland, Vorstandsbereich Recht, Sozialökonomie und Personal, zur Verfügung.

Die komplexen Themenfelder sowie die rege Beteiligung aus den Reihen der 15 Teilnehmenden mit Rückfragen und Beiträgen aus der eigenen Praxis führten dazu, dass der vorgesehene Tagesordnungspunkt "Mitarbeitervertretungsrecht" nicht mehr zur Sprache kommen konnte. Aufgrund der Fülle von Informationen, Impulsen und Praxistipps ist eine Folgeveranstaltung ins Gespräch gebracht worden.

Die Zuordnung diakonischer Einrichtungen zu einer verfassten Kirche als Teilhabe am kirchlichen Selbstbestimmungsrecht wurde eingehend erörtert. Sinn und Inhalt der Loyalitätsrichtlinie über die Anforderungen der privatrechtlichen beruflichen Mitarbeit in Kirche und Diakonie, wie sie sowohl die Evangelische Kirche Deutschlands (EKD) als auch die SELK für ihre jeweiligen Bereiche in Kraft gesetzt haben, wurden unter dem Aspekt der Wahrung des kirchlichen Selbstverständnisses und im Horizont des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes vorgestellt. Eingeführt wurde auch der Corporate Governance-Kodex der Diakonie, der eine verantwortungsvolle Einrichtungsführung mit konsequenter Gemeinwohlorientierung sichern und der Professionalisierung dienen soll. Aus dem Gebiet des kirchlichen Arbeitsrechts kam schwerpunktmäßig die Frage des Arbeitskampfes zur Sprache. Dem theologisch-kirchlich motivierten Ausschluss von Streik und Aussperrung im Bereich von Kirche und Diakonie steht das dort verbindlich geordnete Instrument der Schlichtung gegenüber.

Besonders die Ausführungen zur Thematik des Haftungs- und Insolvenzrechtes vermittelten neben Sachinformationen viele praxisrelevante Anregungen, wie etwa die Möglichkeiten der Risikobegrenzung in der Unternehmensführung diakonischer Einrichtungen, zum Umgang mit "Phasen der Krise" und zu Strategieprozessen.

Die Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche unterhält bundesweit verschiedene diakonische Einrichtungen. Sie ist Mitgliedskirche in der Diakonischen Arbeitsgemeinschaft evangelischer Kirchen und zugleich im Evangelischen Werk für Diakonie und Entwicklung. Im Diakonischen Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz ist die Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche eine neben anderen Trägerkirchen.

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