Dr. Werner Klän erhält Ehrendoktorwürde in den USA - Akademische Abschlussfeier des Concordia Seminary in St. Louis Klaen d Buettner

St. Louis, 20.5.2019 - selk - Am Freitag, den 17. Mai 2019, endete das 180. Studienjahr des Concordia Seminary in St. Louis (MO, USA), einer von zwei theologischen Hochschulen der Lutheran Church-Missouri Synod (LCMS), einer Schwesterkirche der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK).

In diesem Rahmen wurde Prof. i.R. Dr. Werner Klän (Lübeck), dem langjährigen Lehrstuhlinhaber für zunächst Historische und später Systematische Theologie an der Lutherischen Theologischen Hochschule Oberursel (LThH) der SELK und Mitglied des Pfarrkonvents Berlin-Brandenburg, die Würde eines Doctor of Letters ehrenhalber verliehen.

In der Begründung heißt es, Klän sei ein "produktiver Autor und angesehener theologischer Lehrer". Neben Klän wurden unter anderem auch Erzbischof Janis Vanags D.D. (Riga) von der Evangelisch-Lutherischen Kirche Lettlands mit einer weiteren Ehrendoktorwürde (Doctor of Divinity) und Rev. Dr. Samuel Nafzger, langjähriger Generalsekretär sowohl der Commission on Theology and Church Relations der LCMS als auch des International Lutheran Council (Internationaler Lutherischer Rat) als "herausragender Absolvent" ausgezeichnet.

Aus Anlass der Verleihung der Ehrendoktorwürde an Klän überbrachte Prof. Dr. Christian Neddens (Oberursel), Nachfolger Kläns auf dem Lehrstuhl für Systematische Theologie an der LThH, die Grüße der SELK, namentlich von Bischof Hans Jörg Voigt D.D. (Hannover), und von der Hochschule, an der Klän über Jahrzehnte gewirkt hat. Dabei stellte Neddens vor allem die kritisch-konstruktive Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte und das Engagement in internationalen und ökumenischen Dialogen als besondere Leistung Kläns heraus. Zudem lud er dazu ein, den Austausch zwischen den beiden Hochschulen, sowohl auf Studierenden- als auch auf Dozentenebene, lebendig zu halten.

Der Präsident des Concordia Seminary, Prof. Dr. Dale A. Meyer, dankte Neddens für seine Worte und betonte, dass es auch im Interesse seiner Hochschule sei, die bestehenden Verbindungen zwischen den Kirchen und Hochschulen in der Zukunft weiter zu stärken. (MB/SN)

Kirchenmusik - Sängerfest in Potsdam am 16. Juni 2019 Kirchenmusikfest Potsdam 2019 web

In diesem Jahr findet das Sängerfest des Kirchenbezirks Berlin-Brandenburg in Potsdam statt. Früher hat es in Potsdam oft die sogenannten "Chortreffen" gegeben, doch seit der "Wende" ist die Christusgemeinde nun erstmalig wieder Gastgeber für solch eine kirchenmusikalische Veranstaltung, heuer am Trinitatisfest zum Thema: "Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist". Die Leitung hat Sprengelkantor Georg Mogwitz.

Manche Gemeinden des Kirchenbezirks haben ihre Gottesdienste am 16. Juni zum Kirchenmusikfest nach Potsdam verlegt. Da die Christuskirche für die Zahl der zu erwartenden Sänger und Gäste zu klein ist, wurde die Gemeinde der Inselkirche der Hoffbauerstiftung in Hermannswerder angefragt. So feiern wir am Vormittag um 10 Uhr mit der evangelischen Ortsgemeinde einen gemeinsamen Gottesdienst, der vom Kirchenbezirk Berlin-Brandenburg der SELK von der Musik und der Verkündigung her gestaltet wird. Zwischen dem Festgottesdienst und der Nachmittagsveranstaltung gibt es Gelegenheit zum Mittagessen, zum Erzählen und zum Spazierengehen auf der schönen grünen Insel.
Um 15.00 Uhr findet dann die "Stunde der Kirchenmusik" mit vielen musikalischen Höhepunkten statt. Im Anschluss kann dann den Tag bei Kaffee und Kuchen ausklingen.

Für die genauere Planung laufen derzeit Abfragen bezüglich der Essensversorgung in den Gemeinden. Direkt neben der Insel-Kirche befindet sich ein Tagungszentrum, das uns seine Sanitären Anlagen zur Nutzung anbietet. Auf feste Bestellung hin können wir dort Mahlzeiten zum Preis von ca. 5 - 6,50 € bekommen.

Für das Kaffeetrinken nach der Nachmittagsveranstaltung bitten die Potsdamer darum, Kuchen mitzubringen. Für den Kaffee sorgt die gastgebende Gemeinde. Angedacht war neben einer Verpflegung durch das Tagungszentrum auch zu grillen, was aber wegen der schon jetzt vorherrschenden Trockenheit entfallen muss.

Die Potsdamer freuen sich auf viele Gäste auf Hermannswerder und über viele anpackende Hände etwa beim Aufbau der Tische und Bänke auf den Rasenflächen für die Pausen und das Kaffeetrinken.

Detailliertere Angaben über die vorhandenen Park- und Anfahrtsmöglichkeiten mit PKW und öffentlichen Nahverkehr - oder vom Bahnhof auch zu Fuß - sowie einen Plan von Hermannswerder sind in den Pfarrämtern zu erhalten. Pfarrer Schulze (und MB)

Ostival in Großwülknitz beendet - Jugendveranstaltung mit Teilnehmenden aus ganz Ostdeutschland gruppenfoto ostival

Vom 10.-12. Mai 2019 fand in Großwülknitz (Sachsen-Anhalt) das erste Ostival statt. Die Veranstaltung richtete sich an Jugendliche und junge Erwachsene aus den drei in den neuen Bundesländern angesiedelten Kirchenbezirken der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK). An der Veranstaltung nahmen ungefähr 80 Personen teil.

Inhaltlich befassten sich die Teilnehmer mit dem Thema "Schöpfung." Sie konnten dabei aus fünf angebotenen Workshops zwei auswählen und besuchen. Bei Sebastian Schmidt, Kirchglied der SELK in Erfurt, beschäftigten sich die Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit "Gefühlen in Glaube und Beziehungen". Schmidt ging anhand biblischer Beispiele der Frage nach, wie Christen mit den ihnen von Gott geschenkten Gefühlen sachgemäß umgehen können. Dabei standen sowohl Aspekte des Glaubenslebens als auch Beziehungen zwischen Mann und Frau im Fokus. Pfarrer Matthias Tepper (Plauen), der Jugendpastor des Kirchenbezirks Sachsen-Thüringen, erläuterte Paradigmen der Evolutionstheorie und wie Christen mit den Behauptungen dieser Theorie umgehen könnten. Er machte deutlich, dass man "viel Glauben braucht, um an einer Schöpfung ohne Gott festzuhalten" und zeigte außerdem Schwächen der Annahme auf, dass es eine Evolution von einer Art zur anderen geben könne (Makroevolution).

Noah Müller (Oberursel), ein Theologiestudent der SELK, leitete einen Workshop zum Thema "Schöpfungsordnung". Dabei gingen die Teilnehmenden der Frage nach, wie Gott Familie, Staat und Kirche geordnet habe. Dazu beschäftigten sie sich intensiv mit verschiedenen Bibelstellen und deren Zusammenhängen, wobei sie auch gesellschaftlichen Trends entgegenstehende Aspekte von Gottes Wort wahrnahmen. Tristan Liebert (Potsdam), Bezirks-Jugend-Vorsitzender im Kirchenbezirk Berlin-Brandenburg, stellte in seinem Workshop das Konzept "Nachhaltigkeit" vor und ging der Frage nach, wie Einzelne aktiv werden könnten, um der Zerstörung der Umwelt entgegenzuwirken. Im Anschluss betätigten sich die Teilnehmenden des Workshops kreativ, indem sie Tragetaschen mit verschiedenen Motiven gestalteten. Das Thema "Schönheitswahn" wurde in einem Workshop unter Leitung von Pfarrer Benjamin Rehr (Weigersdorf), Jugendpastor des Kirchenbezirks Lausitz, behandelt. Dort beschäftigten sich die Teilnehmenden mit hilfreichen und weniger hilfreichen Antworten auf Schönheitsideale, die in der Gesellschaft vorherrschten. Rehr thematisierte die Grenzen rein äußerlicher Kosmetik, die dem (empfundenen) Mangel an Schönheit als Folge des Sündenfalls nur sehr begrenzt aufhelfen könne. Gemeinsam überlegten die Jugendlichen, wie die innere Schönheit, mit der Gott die Gläubigen seit ihrer Taufe schmücke, in deren Auftreten sichtbar werden könne.

Neben der thematischen Arbeit blieb Raum für zahlreiche sportliche, musikalische und spielerische Aktivitäten. Nachmittags trotzten zahlreiche Teilnehmende dem andauernden Regen mit Fußball und Volleyball, während andere in Innenräumen Tischtennis spielten oder Kreistänze einübten. An beiden Abenden öffnete eine "DankBar", an der Getränke und Snacks erworben werden konnten und gleichzeitig eine Box mit Zetteln gefüllt wurde, auf denen Jugendliche Dinge notierten, für die sie dankbar sind. Am Samstagabend wurden verschiedene Aktivitäten angeboten, zum Beispiel Just Dance, kreatives Basteln, Kinoabend oder Poker. Beschlossen wurde der Samstagabend mit einer Andacht, die von Norbert Schulz, Jugendkoordinator des Kirchenbezirks Berlin-Brandenburg, geleitet wurde.

Am Sonntag endete das Ostival mit einem feierlichen und fröhlichen Beichtgottesdienst, den Jugendpastor Tepper leitete. Erstaunt und dankbar wurde festgestellt, dass der Eingangspsalm und die biblischen Lesungen des kirchenjahreszeitlichen Sonntags Jubilate hervorragend zu dem Thema des Wochenendes passten. Viele Teilnehmende zeigten sich begeistert von der neu konzipierten Veranstaltung, sodass eine Wiederholung angestrebt wird.

Fotos von der Veranstaltung werden zeitnah auf der Seite des Jugend-Mitarbeiter-Gremiums Berlin-Brandenburg veröffentlicht: https://www.jumigbb.de/index.php/galerie. (MB/SN)

Benefizkonzert in JabelJabel

Eine wunderbare Musik, strahlender Barock und ein Potpourri bekannter Filmmelodien begeisterten das Publikum am 4. Mai in der Kirche der Evangelisch-Lutherischen Gemeinde Jabel der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK). Musikschulleiter Harald Bölk führte locker-launig durch das Programm, das vom „Blechbläserquintett 2001“ der Kreismusikschule Ostprignitz-Ruppin (fast) perfekt dargeboten wurde. Das Benefizkonzert im Rahmen der Reihe „Musikschulen öffnen Kirchen“ erbrachte gut 300 Euro an Spenden zugunsten der Sanierung der Schuster-Orgel von 1957 in der SELK-Kirche in Jabel. (MB/SN)

Sind deutsche Richter Glaubenswächter? – Umstrittene Urteile häufen sich 31 1.2018 Voigt h Buettner

In letzter Zeit werden zunehmend Klagen von zum Christentum konvertierten ehemaligen Muslimen von Verwaltungsgerichten abgewiesen. Pfarrer Dr. Gottfried Martens, der in der Evangelisch-Lutherischen Dreieinigkeits-Gemeinde der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) in Berlin-Steglitz vornehmlich mit Flüchtlingen aus dem Iran, Afghanistan und Pakistan arbeitet, die vom islamischen zum christlichen Glauben konvertierten, weiß auf seiner Facebook-Seite darüber zu berichten. In einer der Urteilsbegründungen heißt es, so Martens:

„Es spreche ‚gegen eine tiefe Verwurzelung des Klägers‘, ‚dass er in seiner Auseinandersetzung mit dem christlichen Glauben überhaupt keine kritischen Punkte bezüglich des Christentums oder für ihn fragwürdige Glaubensinhalte gefunden hat, obwohl er nun schon über drei Jahre getauft ist. Auf die entsprechende Frage des Gerichts hat er lediglich erläutert, dass er bei Unverständnis nach Antworten suche und im Rahmen von Schulungen nachdenken könne. Eine kritische Auseinandersetzung oder Reflexion seines neuen Glaubens, die jedenfalls Indiz für eine Verfestigung sein können, vermochte das Gericht beim Kläger demgegenüber nicht erkennen (sic!).‘"

Martens fragt kritisch an, ob allein ein gelebter christlicher Glaube in kritischer Distanziertheit von Richtern akzeptiert werde, wie er vielleicht noch rudimentär als Grundeinstellung mancher einheimischer Christen zu finden sei, jedoch keinen, welcher das Wort Gottes noch ernst nehme und sich zur Lehre der evangelisch-lutherischen Kirche halte. „So bestimmt der Staat als Glaubenswächter in unserem Land, was denn nun wirklicher, echter Glaube ist und was nicht. Ich selber hätte vermutlich auch keine Chance mehr, vor einem staatlichen Gericht noch als ernsthafter Christ anerkannt zu werden.“, wie Martens meint.

Auch Bischof Hans-Jörg Voigt |Foto, leitender Geistlicher der SELK, kritisierte 2018 zuletzt Glaubensprüfungen durch staatliche Stellen. „Die Tatsache, dass die Bundesrepublik Deutschland durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) zum Christentum konvertierten ehemaligen Moslems in letzter Zeit die Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft immer häufiger verweigert, ist ein Skandal, der sich in aller Stille mitten unter uns abspielt“, so Voigt.

Es vergehe kein Werktag, so der Bischof, wo der Glaube bei konvertierten Flüchtlingen willkürlich bewertet werde und immer wieder auch Urteile über Glaubenslehren und Glaubenspraxis der Kirchen vorgenommen werde. Für Voigt ein klarer Verfassungsverstoß. BAMF oder Richter am Verwaltungsgericht sprechen den zum Christentum konvertierten die Ernsthaftigkeit ihres Glaubens ab. Es bleibt zu fragen, ob die Religionsfreiheit ein weniger schützenswertes Gut sei, als das anderer im Grundgesetz garantierter Rechtsgüter, wie der Pressefreiheit.

Im Iran, Afghanistan und Pakistan droht beim Glaubenswechsel vom Islam zum Christentum die Todesstrafe. (MB)

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