Bischof Oster: Jährlich 100.000 Abtreibungen sind "ungeheuerlicher Skandal" - Bischof Voigth
Bischof Voigt und Kirchglieder der SELK beim Marsch für das Leben

Dass in Deutschland jährlich etwa 100.000 ungeborene Kinder abgetrieben werden, ist ein "ungeheuerlicher Skandal". Das sagte der römisch-katholische Bischof von Passau, Dr. Stefan Oster, auf dem vom Bundesverband Lebensrecht organisierten "Marsch für das Leben" am Samstag, dem 21. September 2019, vor dem Deutschen Reichstag in Berlin. Nach Angaben des Veranstalters nahmen an dem Marsch 8.000 Menschen teil. Während der Kundgebung wurde die Bühne von Gegendemonstranten gestürmt und von der Polizei geräumt. Zudem war die Demonstration vorübergehend durch eine Sitzblockade unterbrochen. Bischof Oster zufolge werden täglich knapp 300 ungeborene Kinder getötet. Weltweit würden jedes Jahr über 50 Millionen ungeborene Kinder abgetrieben. Durch Abtreibungen würden damit mehr Menschen getötet als durch Kriege, Seuchen und Naturkatastrophen. Nach Osters Worten sind ungeborene Kinder mit Behinderung die "am tödlichsten bedrohte Gruppe von Menschen". Rund 90 Prozent der Kinder mit der Diagnose Down-Syndrom würden abgetrieben. Ein Pränataltest auf Trisomie 21 als Kassenleistung werde diese Quote noch erhöhen. Oster appellierte an Frauen, die ungewollt schwanger oder in psychischer oder materieller Not sind, sich an die Kirche zu wenden. Man sei bereit zu helfen und zu unterstützen.

Bischof Hans-Jörg Voigt D.D. (Hannover | Foto - Archiv - ) von der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK), der am Marsch teilnahm und auch den ökumenischen Abschlussgottesdienst leitete, erklärte gegenüber selk_news, dass er den Worten von Oster aus vollem Herzen zustimme: Die Kirche habe der Politik linker Provenienz zu sagen, dass die Integration von Minderheiten und Benachteiligten die Ungeborenen am Anfang des Lebens und die Schwerkranken am Ende des Lebens nicht ausklammern dürfe. Hingegen gelte es, gegenüber Politikern vom rechten Flügel zu betonen, dass man nicht für den Lebensschutz eintreten könne und das gefährdete Leben der Flüchtlinge auf dem Mittelmeer davon ausnehmen könne.

Im Abschlussgottesdienst sagte der römisch-katholische Weihbischof Florian Wörner (Augsburg), der Mensch sei kein Produkt des Zufalls, sondern verdanke sich dem Willen und der Liebe des Schöpfers. Jeder Mensch sei von Gott unendlich geliebt. Gegenüber dem ungeborenen Leben mache sich jedoch Gleichgültigkeit breit. Christen müssten für diejenigen eintreten, die am schwächsten sind und keine Stimme haben.

Der leitende Geistlich der SELK sagte im Anschluss an die Veranstaltung, er habe sich gefreut, zahlreiche SELK-Gemeindeglieder auf dem Marsch für das Leben getroffen zu haben. So sei etwa aus Niedersachsen ein ganzer Jugendkreis angereist, aber auch zahlreiche Gemeindeglieder aus den Berliner SELK-Gemeinden waren dabei. (SN/MB)

Ballade in Velten

BalladeVom 13. bis zum 15. September 2019 nahmen rund 30 Jugendliche an der vom JugendMitarbeiterGremium Berlin-Brandenburg der SELK veranstalteten „Ballade“ in Velten teil. Jährlich befasst sich die Veranstaltung mit einem unbekannten Propheten. Pfarrer Kirsten Schröter (Berlin-Marzahn/Angermünde) konnte den Jugendlichen den Propheten Nahum auf spannende Art näherbringen. Beim anschließenden sportlichen Wettkampf maßen sich die Teams auf kreative Art und Weise in Ausdauer und Geschicklichkeit. Die „Ballade“ endete mit einem Gottesdienst. „Alle Jahre wieder“ ist nicht nur in der Weihnachtszeit.  Es handelt sich hierbei um die Jugendtage des Kirchenbezirkes Berlin-Brandenburg der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) in der zweiten Jahreshälfte. Diese Veranstaltung ist nicht so musikalisch, wie der Titel vermuten lassen könnte, sondern eher action- und sportgeprägt.

Knapp 30 Jugendliche und junge Erwachsene, zwischen 12 und 23 Jahren, fanden sich am vergangenen Wochenende in den Räumen der ortsansässigen Evangelischen Gemeinde ein. Auf dem Programm standen fantasievollen Mannschaftsspiele wie „NAHUM“, „Ball-Ade“ u.a., eine Bibelarbeit zum Propheten Nahum, Andachten, ein gemütlicher Grillabend und der abschließende Besuch des Evangelischen Gottesdienstes am Sonntagmorgen.

Sehr erfreut waren die Verantwortlichen über die Teilnahme einiger Jugendlicher aus den aktuellen Konfirmandenjahrgängen. Begeistert von der Bezirkskonfirmandenfreizeit und dem Pfingst-Camp wollten sie sich die Ballade nicht entgehen lassen. Ein besonderes Dankeschön gilt neben dem JuMiG, Pfarrer Kirsten Schröter aus dem Pfarrbezirk Marzahn-Angermünde, der den bisher weitgehend unbekannten Propheten Nahum auf eine lebensnahe, lockere Art und Weise bekannter gemacht hat. So haben alle Teilnehmenden neue Bekanntschaften auf mehreren Ebenen geschlossen. – Auch eine sehr gute Tradition, die im nächsten September so fortgesetzt werden soll. (MB/SN)

Festliche Bläsermusik und Taufsteinweihe - Kirchenmusikfest in St. Lukas in Leipzig Lukaskirche Leipzig komp

Die Kirchenregion Ost der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) feierte am Sonntag, dem 15. September 2019, ihr Bläserfest in der St. Lukaskirche in Leipzig (Foto). Nach einer Probe am Vormittag mit etwa 100 Bläsern, darunter auch Nachwuchskräfte, feierten die gut 300 Gottesdienstbesucher, darunter viele aus dem Iran stammende, den Hauptgottesdienst am frühen Nachmittag. In der gut gefüllten Kirche mit ihrer wunderbaren Akustik kam das von Bläserwart Rainer Köster (Berlin-Neukölln) erstellte Programm hervorragend zur Geltung.

Köster hatte aus dem Heft für den Deutschen Evangelischen Posaunentag 2016 in Dresden und einigen Ergänzungen ein interessantes Programm gestaltet. So konnten die Musizierenden auf bekannte Literatur zurückgreifen. Der gelesene Introitus wurde mit "Preis und Anbetung" eingerahmt und unterteilt. Die Epistellesung wurde mit "Deep River" als sehr leise Hintergrundmusik gelesen, gefolgt von einer Epistelsonate "Alles was Odem hat, lobe den Herrn" und anschließendem Bläserchoral "Nun danket alle Gott" aus der Mendelssohn-Symphonie "Lobegesang". Das Evangelium vom Barmherzigen Samariter fand in einem Evangelien-Konzert für Bläser und Sprecher seinen Ausdruck: Musik der Stafette umrahmte und unterteilte den Text. Sprecher war Prof. Andreas Schulz (Leipzig). Zur Austeilung des Abendmahls wurde in der Bläsermusik "sub communione" (alte Praxis) festliche Musik geblasen, ehe Gemeindelieder mit SELK-Kirchenregion-Ost-Kantor Georg Mogwitz (Leipzig) an der Orgel folgten. Als Liturg agierte Ortspfarrer Markus Fischer, die Predigt hielt Pfarrer Hinrich Müller (Cottbus). Superintendent Thomas Junker (Weißenfels) weihte den neuen Taufstein.

Der Vorsitzende des Kirchenmusikalischen Ausschusses der Kirchenregion Ost der SELK, Benjamin Rehle, selbst Kirchglied in Leipzig, freute sich über das Fest in der renovierten St. Lukaskirche: "Heute erstrahlt diese Kirche dank vieler großartiger Spenden, aber auch handwerklicher Unterstützung von anderen SELK-Gemeindegliedern und vieler Helfer aus der eigenen Gemeinde in neuem Glanz, was das Feiern eines so großen Festes noch schöner macht!" Im Namen des Kirchenmusikalischen Ausschusses dankte er den Helfern vor Ort, "die keine Mühen gescheut haben, um auch dieses Fest zu einem besonderen Erlebnis für uns und vor allem für unsere Posaunenchöre in der Region Ost werden zu lassen, die aus dem Thüringer Wald und dem Erzgebirge bis zur Hauptstadt und aus der Lausitz bis zum Harz hierher gereist sind!" (MB/SN)

„Gott ist gegenwärtig" - Propst Gert Kelter: Buch zum Gottesdienst neu aufgelegt Propst Kelter Goerlitz

Pfarrer Gert Kelter (Foto), Propst der Kirchenregion Ost der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK), hat im Sola-Gratia-Verlag (Berlin) sein Buch "Gott ist gegenwärtig" neu herausgegeben. Die erste Auflage erschien 2003 als Beiheft der theologischen Zeitschrift "Lutherische Beiträge". Der Autor hat dieses Werk über den lutherischen Gottesdienst gründlich überarbeitet und stark erweitert - nicht zuletzt mit fünf Aufsätzen zu wichtigen und interessanten Einzelaspekten sowie mit bisher unveröffentlichtem Material für die Gottesdienstpraxis. So findet man in dieser zweiten Auflage nicht nur theologisch und historisch fundierte Sachinformationen zum lutherischen Gottesdienst, sondern auch eine Fülle von Tipps, Überlegungen, Hinweisen und erprobten Beispielen. Besonders im Blick sind dabei die gottesdienstlichen Regelungen und Gepflogenheiten der SELK.

Das Buch (416 Seiten | 9 Euro inklusive Versand | ISBN 978-3-9818561-9-4) kann direkt beim Verlag bestellt werden und ist auch als kostenloses E-Book erhältlich, bzw. ist als PDF-Datei gleichfalls kostenlos unter nachstehendem Link herunterzuladen: Gert Kelter, Gott ist gegenwärtig. Anregungen für die Feier des lutherischen Gottesdienstes. (SN/MB)

Kinderbibeltage in Berlin-Mitte KiBiWo Mitte komp

Vom 07.-08. September 2019 fand in der Evangelisch-Lutherischen Gemeinde Berlin Mitte die jährlichen Kinderbibeltage statt. Mit ca. 20 Kindern wurde die Vielfalt der Psalmen entdeckt. Wir bemerkten, dass auch unsere Gefühle der Freude, Dankbarkeit, Trauer oder Angst in den Psalmen zu finden sind. Zusätzlich gibt es viele wunderbare Psalmenlieder. Es wurde viel gebastelt, wir besuchten das nahegelegene Pflegeheim und sangen dort für und mit den Bewohnern. Den roten Faden im Familiengottesdienst am Sonntag bildeten ebenfalls die Psalmen in Gesang und drei Predigtabschitten. Die Kinder gestalten diesen durch Musik, Tanz und Fürbitte reichlich mit. Nach dem Gottesdienst lud die fröhliche Stimmung noch zum Verweilen und gemeinsamen Essen ein. (Diakonin Anne Hilbert)

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