Hörgenuss als nachdenkenswerte Predigt
SELK: Kindermusical in Wilmersdorf

Zehn Kinder im Alter von 3 bis 11 Jahren begeisterten am 13. Juli 2014 mit ihrem Einsatz bei der Aufführung eines Kindermusicals in der Gemeinde "Zum Heiligen Kreuz" der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) in Berlin-Wilmersdorf. In einem auch von vielen jungen Familien gut besuchten Gottesdienst führten sie ein biblisches Singspiel über den Propheten Jona auf, der von Gott nach Ninive geschickt wurde, die Menschen zur Umkehr aufzufordern. Jona indes ging eigene Wege und mochte seinen Auftrag nicht ausführen.

Mit viel Fantasie gingen Kinder aus den Gemeinden Potsdam, Wedding und Wilmersdorf ans Werk. Begleitet durch Klavier und Gitarre entfalteten sie das Singspiel zu einem harmonischen Ganzen. Solo-Einlagen zweier Mitwirkender trugen zum Gelingen bei. Eingängige Melodien, die sich zu wahren Ohrwürmern entwickelten, eng am biblischen Text orientierte Liedtexte, abgewechselt durch erzählerische Texte, die auf das Fazit zielten, dass "Jesus auch heute lebt und den Menschen einen sicheren Grund gibt", ließen das Musical nicht nur zu einem Hörgenuss, sondern auch zu einer nachdenkenswerten Predigt werden.

So erlebte die begeisterte Gemeinde, dass Musicals eine gute Möglichkeit sind, Kinder und Erwachsene gleichermaßen mit biblischen Geschichten und Texten vertraut zu machen.

Ökumenische Bratwurstaktion in Schwerin

Zum vierten Mal startete in Schwerin Anfang Juli die Aktion „On The Move - Kirche unterwegs". Durch das Verschenken von 3.100 Bratwürstchen und vegetarischen Burgern wollten sechs Gemeinden, darunter die Martin-Luther-Gemeinde der SELK, Menschen etwas von der Liebe Gottes spüren lassen. „Diesmal sind wir komplett im sozialen Brennpunkt eines Plattenbaus geblieben. Zudem hatten wir das Kindermobil von Pastor Achim Ullrich eingeladen, womit viele Kinder erreicht werden konnten", freut sich Pfarrer Johannes Kopelke von der örtlichen Kirchengemeinde der SELK.

Neues Pfarrhaus und neuer Pfarrer
SELK: Weihe und Einführung in Angermünde/Berlin-Marzahn

Das neu erbaute Pfarrhaus des neu gebildeten Pfarrbezirks Angermünde/Berlin-Marzahn der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) wurde am Samstag in Bernau bei Berlin durch Superintendent Peter Brückmann (Berlin-Wedding) geweiht. Das neue Pfarrhaus war nötig geworden, da das Pfarrhaus in Angermünde nur noch mit einem nicht zu vertretenden Aufwand hätte saniert werden können. Außerdem wäre Angermünde als gemeinsamer Pfarrsitz für beide Gemeinden mit weiten Wegen verbunden gewesen. Bernau liegt etwa auf halbem Weg zwischen Angermünde und Marzahn. Als Grundstock für das neue Haus diente der Verkaufserlös des Angermünder Pfarrhauses. Mithilfe engagierter Gemeindeglieder aus Angermünde wurde der Bau vollendet und seiner Bestimmung übergeben. Pfarrer Kirsten Burghard Schröter und seine Frau Tanja mit ihren beiden Kindern werden noch im Juli dorthin umziehen.

Brückmann und Schröter pflanzten im Garten vor der Terrasse ein Apfelbäumchen, das der Kirchenbezirk Berlin Brandenburg für den künftigen Pfarrsitz gestiftet hatte. „Dies möge ein Zeichen der Hoffnung für den neuen Pfarrbezirk wie auch für das Wohl der Pfarrfamilie sein", betonte der Superintendent. Am gestrigen Sonntag wurde Schröter, der bislang als Pfarrer der SELK in Wittingen tätig war, in Angermünde durch Brückmann in das Pfarramt des Pfarrbezirks einführt. Es assistierten Pfarrer Hugo Gevers (Leipzig), der als Vakanzpfarrer die Missionsgemeinde Berlin-Marzahn in den vergangenen Jahren betreut hat, und Pfarrer Matthias Krieser (Fürstenwalde), der mit der Vakanzvertretung der Angermünder Martinsgemeinde und der dazugehörigen Gottesdienstorte betraut gewesen ist.

Nach dem Einführungsgottesdienst wurden in der voll besetzten Martinskirche Grußworte aus der Ökumene und aus dem Bereich der SELK gesprochen. Dass Ökumene in Angermünde groß geschrieben wird, zeigte sich auch an der Gastfreundschaft der örtlichen landeskirchlichen St. Marienkirchengemeinde, die ihren Gemeindesaal für den anschließenden Empfang zur Verfügung gestellt hatte.

Kontinentalverschiebung des Glaubens
SELK: Robert Kolb referiert in Zehlendorf

Die Lutherische Kirchenmission der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) lädt zu Mittwoch, 16. Juli, um 18.30 Uhr zu einem Vortrag von Prof. em. Dr. Robert Kolb (St. Louis
/ USA) in das Gemeindezentrum der St. Mariengemeinde der SELK in Berlin-Zehlendorf ein. Kolb, emeritierter Professor am theologischen Seminar St. Louis der Lutheran Church–Missouri Synod und Gastdozent an der Lutherischen Theologischen Hochschule der SELK in Oberursel/Taunus, wird der Frage nachgehen, warum in Europa das Christentum abnehmende Tendenz zeigt: Die Zahl der Gottesdienstbesucher geht zurück. Kirchengemeinden werden zu größeren Pfarrbezirken zusammengelegt. Kirchenaustritte nehmen zu. Diese Beobachtungen sind konfessionsübergreifend feststellbar.

Umgekehrt erlebt das Christentum auf anderen Kontinenten, wie in Afrika, Südamerika und Teilen Asiens, einen Anstieg. Lebten 1910 rund 66 % der Christen in Europa, sind es heute lediglich 26 %. Kolb setzt sich in seinem
Vortrag mit dem in Gambia geborenen römisch-katholischen Theologen Lamin Sanneh auseinander und wird auch über seine Begegnungen mit ihm und dessen Mitarbeiter John Loum berichten. Das Buch „Kontinentalverschiebung des
Glaubens" von Sanneh (http://edition-ruprecht.de/katalog/titel.php?id=401) wird am Bücherstand des Verlages Edition Ruprecht zu kaufen sein.

Panzer, Putin und der Westen
SELK in Berlin: Ukraine-Bericht von Karl-Georg Wellmann (MdB)

Der Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende der Deutsch-Ukrainischen Parlamentariergruppe im Deutschen Bundestag, Karl-Georg Wellmann (CDU), wird am Freitag, 4. Juli, um 17 Uhr im Gemeindezentrum der St. Mariengemeinde der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) in Berlin-Zehlendorf einen Vortrag über die aktuelle Lage in der Ukraine halten.

Aus der Ostukraine werden nahezu täglich Gefechte zwischen Separatisten und ukrainischen Sicherheitskräften gemeldet. Der Konflikt wird von Russland und den westlichen Staaten unterschiedlich beurteilt. Beide werfen sich
gegenseitig Einmischung vor und machen sich für die Zuspitzung der Lage in der Ostukraine verantwortlich. Die zunehmende Gewalt und die kriegerischen Auseinandersetzungen führen zu Flüchtlingsbewegungen aus den umkämpften
Gebieten.

Wellmann ist den vergangenen Monaten immer wieder zu Gesprächen in der Ukraine gewesen. Als Wahlbeobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) hat er die Wahl zum Präsidentenamt der
Ukraine begleitet. Zudem arbeitet er im Vorstand des Deutsch-Ukrainischen Forums mit. Seit 2005 ist Wellmann Abgeordneter für den Wahlkreis Steglitz-Zehlendorf im Deutschen Bundestag. Seine Ehefrau gehört der
gastgebenden St. Mariengemeinde an.

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