Archimandrit Emmanuel Sfiatkos neuer Vorsitzender des Ökumenischen Rates Berlin-Brandenburg Emmanuel Sfiatkos komp

Auf seiner Sitzung am 5. Oktober 2015 wählte die Ratsleitung des Ökumenischen Rates Berlin-Brandenburg (ÖRBB) Archimandrit Emmanuel Sfiatkos (38 Jahre) von der Griechisch-Orthodoxen Metropolie in Deutschland zum neuen Vorsitzenden. Zuvor war er in den vergangenen beiden Amtsperioden stellvertretender Vorsitzender. Sfiatkos ist zudem Beauftragter der Orthodoxen Bischofskonferenz am Sitz der Regierung der Bundesrepublik Deutschland. Zum neuen stellvertretenden Vorsitzenden wählte die Ratsleitung Dr. Christian Stäblein, der seit August 2015 Propst der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) ist. Die bisherige Vorsitzende, Pröpstin Friederike von Kirchbach von der EKBO, die zwei Amtsperioden den Vorsitz innehatte, konnte gemäß der Satzung nicht wiedergewählt werden.

Der Kirchenbezirk Berlin-Brandenburg der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) arbeitet im ÖRBB mit. Er wird in diesem ökumenischen Gremium von Superintendent Peter Brückmann, Berlin-Wedding, vertreten.

Pfarrer Dr. Gottfried Martens bei Stern-TV Pfarrer Dr. Gottfried Martens a

Am Mittwoch, dem 7. Oktober, wird Pfarrer Dr. Gottfried Martens von der Evangelisch-Lutherischen Dreieinigkeits-Gemeinde der SELK in Berlin-Steglitz Studiogast in dem live ausgestrahlten Fernsehmagazin „stern TV“ auf RTL sein. Die Sendung (Beginn: 22.15 Uhr) wird sich der Situation von Flüchtlingen in Deutschland und dabei besonders dem Aspekt der Gewalt gegen Christen in Asylbewerberunterkünften widmen. Martens arbeitet als Pfarrer seiner stetig wachsenden Gemeinde vor allem unter Flüchtlingen aus dem Iran und Afghanistan, neuerdings auch aus Eritrea.

ACK veröffentlicht Stellungnahme zur Flüchtlingssituation - Bischof Voigt informiert über die SELK ACKSignet

Die Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) hat in einer Erklärung ihre Mitgliedskirchen gebeten, sich weiter für Flüchtlinge zu engagieren. Neben der Alltagsbegleitung würden vor allem Wohnraum und Räume für Gottesdienste benötigt. Die 50 Delegierten auf der Tagung am 30. September und 1. Oktober in Berlin forderten zudem eine würdige Behandlung der Flüchtlinge und appellierten an den Gesetzgeber, dies rechtlich zu regeln. Auf einem Studientag setzten sich die Delegierten mit dem Missionsbegriff im Verhältnis zum interreligiösen Dialog auseinander.

"Fremdenfeindlichkeit, Hass oder Rassismus sind mit dem christlichen Glauben nicht vereinbar", heißt es in der Erklärung "Für ein Miteinander in Vielfalt". Die Delegierten danken darin allen, die sich für Flüchtlinge engagieren. Sie sind zudem überzeugt, dass Flüchtlinge das Land bereichern. "Darin liegt eine große Chance." Allerdings stellten die große Zahl und die Aufgabe ihrer Integration vor Herausforderungen, die entschlossen angegangen werden müssten. Die Delegierten fordern weiterhin legale Zugangswege für Flüchtlinge in Europa und "faire Asylverfahren". Die ACK unterstütze alle Aktivitäten, die zur Verbesserung der Situation in den Herkunftsländern beitragen. Die Delegierten bitten die Mitgliedskirchen, Initiativen einer restriktiven Rüstungspolitik zu unterstützen und sich auf politischer Ebene dafür einzusetzen, dass die Entwicklungsziele der Vereinten Nationen erreicht werden können. Die ACK könne besonders bei der Integration und dem interreligiösen Dialog helfen, da sie bei den Mitgliedern ihrer Mitgliedskirchen auf einen großen Erfahrungsschatz zurückgreifen könne. Gleichzeitig bittet sie alle, die nach Deutschland kommen, "die gewachsene Vielfalt zu respektieren und ihren Beitrag zu leisten, unser Zusammenleben in Frieden und Freiheit mit zu gestalten."

Dass das Zeugnis für den christlichen Glauben und der interreligiöse Dialog nicht im Widerspruch stehen, darüber waren sich die Delegierten auf einem Studientag zum Thema "Missionsverständnis im Gespräch" einig, den sie gemeinsam mit den Geschäftsführern der regionalen Arbeitsgemeinschaften Christlicher Kirchen und Vertretern der Evangelischen Allianz durchführten. Grundlage war das Papier "Das christliche Zeugnis in einer multireligiösen Welt", das vom Vatikan, dem Ökumenischen Rat der Kirchen und der weltweiten Evangelischen Allianz verabschiedet worden war.

Unter anderem beriet die ACK-Mitgliederversammlung auch über die vielfältigen Vorbereitungen auf das Reformationsgedenken 2017. Im Rahmen regelmäßiger Berichte über die Mitgliedskirchen informierte auf dieser Sitzung der leitende Geistliche der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK), Bischof Hans-Jörg Voigt D.D. (Hannover), über das kirchliche Leben und die historische Entwicklung der SELK als Mitgliedskirche des Ökumenedachverbands in Deutschland. Dabei stellte er auch die Bemühungen zahlreicher SELK-Gemeinden zur Integration von Flüchtlingen sowie die diakonische und die missionarische Arbeit der SELK vor. Voigt meinte gegenüber dem Nachrichtendienst der SELK - selk_news, dass ihn insbesondere das Zeugnis der altorientalischen und orthodoxen Kirchen in Deutschland ermutige, sich weiterhin für die Integration von Flüchtlingen in Deutschland einzusetzen. (SN/MB)

Hirtenwort Bischof Hans-Jörg Voigt D.D. (Hannover): Flüchtlinge willkommen heißen

Erklärung der Mitgliederversammlung der ACK zur Flüchtlingssituation

Propst i.R. Günther Kuhlmann verstorben Guenther Kuhlmann Propst iR

Im Alter von 84 Jahren ist Propst i.R. Günther Kuhlmann, Bochum, am 2. Oktober 2015 verstorben. Kuhlmann war von 1986-1991 Gemeindepfarrer an der Evangelisch-Lutherischen St. Mariengemeinde in Berlin-Zehlendorf. Die Trauerfeier mit anschließender Beisetzung unter Gebet und Segen findet auf dem Friedhof der Evangelisch-Lutherischen Kreuzgemeinde in Witten (Königsberger Straße) am 7. Oktober 2015 um 14.00 Uhr statt. Die St. Mariengemeinde in Berlin-Zehlendorf sieht dankbar auf die gemeinsame Zeit zurück und dankt dem Herrn für seinen Dienst.

Herbstkonvent des Kirchenbezirks Berlin-Brandenburg – Perikopenrevision und Konfirmation Themenschwerpunkte KircheFuerstenwaldeinnendrei

Am 1. Oktober 2015 ist der Pfarrkonvent des Kirchenbezirks Berlin-Brandenburg der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) unter der Leitung von Superintendent Peter Brückmann, Berlin-Wedding, zu seiner Herbstsitzung zusammengetreten. Gastgebende Kirchengemeinde ist die Evangelisch-Lutherische Gemeinde in Fürstenwalde/Spree gewesen.

Nach dem Beicht- und Abendmahlsgottesdienst setzte die inhaltliche Arbeit ein. Nach der Bearbeitung der Perikope aus Markus 2,1-12, folgte eine erste Bewertung der Perikopenrevision, die zurzeit in der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD) vorgenommen wird. Es wird zurzeit überlegt, ob und inwieweit auch die SELK die Periopenrevision für sich übernimmt. Pfarrer Johann Hillermann, Berlin-Mitte, führte detailliert in die Änderungen ein, während die Pfarrer Edmund Hohls, Berlin-Wilmersdorf, und Rainer Kempe, Berlin-Neukölln, von ihren Erfahrungen im gottesdienstlichen Vollzug berichteten. Als ein Ergebnis kann festgehalten werden, dass zwar grundsätzlich die Übernahme möglich erscheint, aber an einigen Sonntagen bei der in der SELK üblichen Lese- und Predigtordnung geblieben werden solle.

Nach dem der Mittagspause beschäftigte sich der Konvent mit dem Thema: Konfirmation von Gemeindegliedern in anderen Kirchen. Bischof i.R. Dr. Jobst Schöne D.D., Berlin, führte in kirchenrechtliche Aspekte ein. Hingewiesen wurde aus dem Bereich der Konventualen, dass die in der SELK in Geltung stehende Ökumenische Verantwortung benennt, dass eine Konfirmation in einer anderen Kirche als der SELK ein Übertritt in die Kirche zur Folge hat, in der die Konfirmation erfolgte.

Weiterhin hörte der Konvent einen kurzen Bericht über das Berliner Fest der Kirchen, dem ökumenischen Stadtkirchenfest. Es wird verantwortet vom Ökumenischen Rat der Kirchen Berlin-Brandenburg, in dem der Kirchenbezirk Berlin-Brandenburg mitarbeitet. Es ist ein positives Fazit gezogen worden.

Erste Überlegungen zur inhaltlichen Gestaltung des Bezirkskonvents im Januar 2016 ist angestellt worden. Thematisch wird sich der Konvent mit der Personalsituation im Kirchenbezirk 2020 beschäftigen, zu dem der Geschäftsführende Kirchenrat Pfarrer Michael Schätzel, Hannover, als Referent angefragt ist.

Mit einem Reisesegen ist der Tageskonvent zu Ende gegangen. (MB)

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