ACK veröffentlicht Stellungnahme zur Flüchtlingssituation - Bischof Voigt informiert über die SELK ACKSignet

Die Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) hat in einer Erklärung ihre Mitgliedskirchen gebeten, sich weiter für Flüchtlinge zu engagieren. Neben der Alltagsbegleitung würden vor allem Wohnraum und Räume für Gottesdienste benötigt. Die 50 Delegierten auf der Tagung am 30. September und 1. Oktober in Berlin forderten zudem eine würdige Behandlung der Flüchtlinge und appellierten an den Gesetzgeber, dies rechtlich zu regeln. Auf einem Studientag setzten sich die Delegierten mit dem Missionsbegriff im Verhältnis zum interreligiösen Dialog auseinander.

"Fremdenfeindlichkeit, Hass oder Rassismus sind mit dem christlichen Glauben nicht vereinbar", heißt es in der Erklärung "Für ein Miteinander in Vielfalt". Die Delegierten danken darin allen, die sich für Flüchtlinge engagieren. Sie sind zudem überzeugt, dass Flüchtlinge das Land bereichern. "Darin liegt eine große Chance." Allerdings stellten die große Zahl und die Aufgabe ihrer Integration vor Herausforderungen, die entschlossen angegangen werden müssten. Die Delegierten fordern weiterhin legale Zugangswege für Flüchtlinge in Europa und "faire Asylverfahren". Die ACK unterstütze alle Aktivitäten, die zur Verbesserung der Situation in den Herkunftsländern beitragen. Die Delegierten bitten die Mitgliedskirchen, Initiativen einer restriktiven Rüstungspolitik zu unterstützen und sich auf politischer Ebene dafür einzusetzen, dass die Entwicklungsziele der Vereinten Nationen erreicht werden können. Die ACK könne besonders bei der Integration und dem interreligiösen Dialog helfen, da sie bei den Mitgliedern ihrer Mitgliedskirchen auf einen großen Erfahrungsschatz zurückgreifen könne. Gleichzeitig bittet sie alle, die nach Deutschland kommen, "die gewachsene Vielfalt zu respektieren und ihren Beitrag zu leisten, unser Zusammenleben in Frieden und Freiheit mit zu gestalten."

Dass das Zeugnis für den christlichen Glauben und der interreligiöse Dialog nicht im Widerspruch stehen, darüber waren sich die Delegierten auf einem Studientag zum Thema "Missionsverständnis im Gespräch" einig, den sie gemeinsam mit den Geschäftsführern der regionalen Arbeitsgemeinschaften Christlicher Kirchen und Vertretern der Evangelischen Allianz durchführten. Grundlage war das Papier "Das christliche Zeugnis in einer multireligiösen Welt", das vom Vatikan, dem Ökumenischen Rat der Kirchen und der weltweiten Evangelischen Allianz verabschiedet worden war.

Unter anderem beriet die ACK-Mitgliederversammlung auch über die vielfältigen Vorbereitungen auf das Reformationsgedenken 2017. Im Rahmen regelmäßiger Berichte über die Mitgliedskirchen informierte auf dieser Sitzung der leitende Geistliche der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK), Bischof Hans-Jörg Voigt D.D. (Hannover), über das kirchliche Leben und die historische Entwicklung der SELK als Mitgliedskirche des Ökumenedachverbands in Deutschland. Dabei stellte er auch die Bemühungen zahlreicher SELK-Gemeinden zur Integration von Flüchtlingen sowie die diakonische und die missionarische Arbeit der SELK vor. Voigt meinte gegenüber dem Nachrichtendienst der SELK - selk_news, dass ihn insbesondere das Zeugnis der altorientalischen und orthodoxen Kirchen in Deutschland ermutige, sich weiterhin für die Integration von Flüchtlingen in Deutschland einzusetzen. (SN/MB)

Hirtenwort Bischof Hans-Jörg Voigt D.D. (Hannover): Flüchtlinge willkommen heißen

Erklärung der Mitgliederversammlung der ACK zur Flüchtlingssituation

Propst i.R. Günther Kuhlmann verstorben Guenther Kuhlmann Propst iR

Im Alter von 84 Jahren ist Propst i.R. Günther Kuhlmann, Bochum, am 2. Oktober 2015 verstorben. Kuhlmann war von 1986-1991 Gemeindepfarrer an der Evangelisch-Lutherischen St. Mariengemeinde in Berlin-Zehlendorf. Die Trauerfeier mit anschließender Beisetzung unter Gebet und Segen findet auf dem Friedhof der Evangelisch-Lutherischen Kreuzgemeinde in Witten (Königsberger Straße) am 7. Oktober 2015 um 14.00 Uhr statt. Die St. Mariengemeinde in Berlin-Zehlendorf sieht dankbar auf die gemeinsame Zeit zurück und dankt dem Herrn für seinen Dienst.

Herbstkonvent des Kirchenbezirks Berlin-Brandenburg – Perikopenrevision und Konfirmation Themenschwerpunkte KircheFuerstenwaldeinnendrei

Am 1. Oktober 2015 ist der Pfarrkonvent des Kirchenbezirks Berlin-Brandenburg der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) unter der Leitung von Superintendent Peter Brückmann, Berlin-Wedding, zu seiner Herbstsitzung zusammengetreten. Gastgebende Kirchengemeinde ist die Evangelisch-Lutherische Gemeinde in Fürstenwalde/Spree gewesen.

Nach dem Beicht- und Abendmahlsgottesdienst setzte die inhaltliche Arbeit ein. Nach der Bearbeitung der Perikope aus Markus 2,1-12, folgte eine erste Bewertung der Perikopenrevision, die zurzeit in der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD) vorgenommen wird. Es wird zurzeit überlegt, ob und inwieweit auch die SELK die Periopenrevision für sich übernimmt. Pfarrer Johann Hillermann, Berlin-Mitte, führte detailliert in die Änderungen ein, während die Pfarrer Edmund Hohls, Berlin-Wilmersdorf, und Rainer Kempe, Berlin-Neukölln, von ihren Erfahrungen im gottesdienstlichen Vollzug berichteten. Als ein Ergebnis kann festgehalten werden, dass zwar grundsätzlich die Übernahme möglich erscheint, aber an einigen Sonntagen bei der in der SELK üblichen Lese- und Predigtordnung geblieben werden solle.

Nach dem der Mittagspause beschäftigte sich der Konvent mit dem Thema: Konfirmation von Gemeindegliedern in anderen Kirchen. Bischof i.R. Dr. Jobst Schöne D.D., Berlin, führte in kirchenrechtliche Aspekte ein. Hingewiesen wurde aus dem Bereich der Konventualen, dass die in der SELK in Geltung stehende Ökumenische Verantwortung benennt, dass eine Konfirmation in einer anderen Kirche als der SELK ein Übertritt in die Kirche zur Folge hat, in der die Konfirmation erfolgte.

Weiterhin hörte der Konvent einen kurzen Bericht über das Berliner Fest der Kirchen, dem ökumenischen Stadtkirchenfest. Es wird verantwortet vom Ökumenischen Rat der Kirchen Berlin-Brandenburg, in dem der Kirchenbezirk Berlin-Brandenburg mitarbeitet. Es ist ein positives Fazit gezogen worden.

Erste Überlegungen zur inhaltlichen Gestaltung des Bezirkskonvents im Januar 2016 ist angestellt worden. Thematisch wird sich der Konvent mit der Personalsituation im Kirchenbezirk 2020 beschäftigen, zu dem der Geschäftsführende Kirchenrat Pfarrer Michael Schätzel, Hannover, als Referent angefragt ist.

Mit einem Reisesegen ist der Tageskonvent zu Ende gegangen. (MB)

Geistliche Gemeinde-Erneuerung - SELK in Schwerin hatte Pfarrer Swen Schönheit zu Gast PfarrerKopelkeb

In der Evangelisch-Lutherischen Martin-Luther-Gemeinde der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) in Schwerin fand kürzlich ein Gemeindeabend mit Pfarrer Swen Schönheit statt. "Warum nicht dahin schauen, wo es wächst in der Gemeindelandschaft?", so erklärt der Schweriner SELK-Pfarrer Johannes Kopelke den Auslöser für diesen Gesprächsabend mit zwei Themenschwerpunkten.

Der Referent steht im Dienst der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO). Er ist einerseits Gemeindepfarrer an der Apostel-Petrus-Gemeinde in Berlin-Reinickendorf und andererseits theologischer Referent der Geistlichen Gemeinde-Erneuerung in der Evangelischen Kirche.

Im ersten Teil berichtete Schönheit über die geistlichen Wachstumspunkte seiner landeskirchlichen Gemeinde in Berlin. Aus schwierigen Anfängen erwachsen, versammeln sich mittlerweile über 200 Gäste und Gemeindeglieder zu den Gottesdiensten, davon rund ein Drittel Kinder und Jugendliche.

Immer noch staunend über Gottes Wirken benannte der Theologe Punkte, für die die Gemeinde dankbar ist: Menschen lernten durch die Gemeinde Christus (neu) kennen. Die junge Generation fand ein geistliches Zuhause und prägt die Gemeinde mit. Menschen wurden heil an Leib und Seele und fanden Frieden. Die Gottesdienste wurden zum Anziehungs- und Sammelpunkt.

Im zweiten Teil des Abends schloss sich die Beschreibung von Weichenstellungen an, dem Wirken des Heiligen Geistes Raum zu geben. Dazu gehöre das Entwickeln einer Vision für die Gemeinde. Dann gehe es darum, ein geistliches Kernteam zu entwickeln. Weiter sei ein Umschalten von Betreuung auf Bevollmächtigung anzustreben. Dabei seien gerade Kleingruppen wichtig. Der Referent betonte auch die Notwendigkeit, die Gemeinde sprachfähig zu machen, den Gottesdienst ins Zentrum zu rücken und die herausragende Bedeutung des Gebetes. Ausführungen zum Einsatz von Geistesgaben rundeten den Vortrag ab.

Bei der Möglichkeit für Rückfragen stand die Frage nach dem Missbrauch von Geistesgaben im Raum. Hier komme es auf einen verantwortlichen Umgang an, der nicht an der eingesetzten Gemeindeleitung vorbei gehen dürfe, so der Referent.

"Schön war es, dass auch eine Reihe von Gästen aus der Ökumene die Einladung zu diesem Gemeindeabend wahrgenommen haben", so Pfarrer Kopelke. (SN/MB)

Sprengelbläserfest der SELK in Dresden – Gemeinden aus dem Kirchenbezirk beteiligt SELK Dresden komp
Ein großer Blechbläserchor aus dem Sprengel Ost der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) musizierten am 27. September 2015 beim Sprengelbläserfest des Sprengels Ost in der St. Petri-Kirche in Dresden, der Gottesdienststätte der gastgebenden Dresdener Dreieinigkeitsgemeinde. Während für den vereinigten Posaunenchor zunächst Proben auf dem Programm standen, konnten rund dreißig Kinder ein gelungenes "Kartoffelfest" feiern. Etwas vierzig Gäste nutzten die Gelegenheit zu einer Stadtführung unter Leitung von Bettina Voigt mit dem Schwerpunkt "Dresden als Musikstadt".

Zur festlichen Bläservesper am Nachmittag versammelte sich eine große Zuhörerschaft in der St. Petri-Kirche. "Mehr als 300 Gäste haben mit uns diesen herrlichen musikalischen Gottesdienst gefeiert", freute sich Stefan Dittmer, Pfarrer der gastgebenden Gemeinde. Der aus Mitgliedern der Bläserchöre in den Gemeinden des Sprengels gebildete Chor und die Band der Evangelisch-Lutherischen Paulus-Gemeinde Berlin-Neukölln wussten unter der Leitung von Sprengelbläserwart Rainer Köster (Berlin) mit ihrem Programm zu überzeugen. Gleich zu Beginn kam es zu einer Uraufführung, als mit dem eigens für das gestrige Fest komponierten Werk "Together" von Michael Schütz ein besonderer Höhepunkt geboten wurde. Viel zeitgenössische Musik wurde zu Gehör gebracht, aber auch ältere Werke erklangen.

Zum abwechslungsreichen Programm gehörten sowohl Bläsermusiken von Ottorino Respighi, Michael Praetorius, Hans Leo Hassler, Jacob de Haan und anderen als auch Choralbearbeitungen, so etwa von Thomas Riegler und Richard Roblee.

Die Gemeinde wurde aktiv einbezogen - so gleich bei dem eindrücklichen Auftaktlied "Verleih uns Frieden gnädiglich", das unter Ergänzung zeitgenössischer Strophen als Zusammenstellung verschiedener Vertonungen gestaltet wurde. Das zur liturgischen Form der Vesper gehörende Magnificat, der biblische Lobgesang der Maria, wurde als Collage für Sprecher, Bläserchor und Gemeindegesang umgesetzt. In dem musikalisch gerahmten Fürbittengebet ergänzten sich der Sprecher und die singende Gemeinde ("Da wohnt ein Sehnen tief in mir" | Anne Quigley/Eugen Eckert) im Wechsel.

Das Festmotto "Hilf mir und segne meinen Geist mit Segen, der vom Himmel fließt" war dem Paul-Gerhardt-Choral "Geh aus, mein Herz, und suche Freud" entnommen. Diesen Choral legte Kirchenrat Pfarrer Michael Schätzel (Hannover) als Festprediger aus - eingeleitet und unterteilt von Choralmusik und einmündend in den Gemeindegesang ausgewählter Strophen.

Am Ende der Bläservesper waren deutlich mehr als zwei Stunden vergangenen, aber die dynamisch-abwechslungsreichen Darbietungen ließen zu keinem Zeitpunkt das Gefühl unguter Längen aufkommen - im Gegenteil: Das war ein kurzweiliges, geistlich gut gegründetes Programm, überzeugend ausgeführt. Die Zuhörer ließen das am abschließenden Applaus dankbar erkennen. (SN/MB)

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