Begegnungskonvent Berlin-Brandenburg und Rheinland-Westfalen SELK

Vom 25. bis zum 27. September 2018 trafen sich die Pfarrkonvente der Kirchenbezirke Rheinland-Westfalen und Berlin-Brandenburg der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) zu einem Begegnungskonvent in den Räumen des Lutherischen Jugendgästehauses in Homberg/Efze. Achtzehn Pfarrer beider Kirchenbezirke bekamen bei herrlichem Wetter die Gelegenheit zur Begegnung und zum Austausch über ihre Tätigkeiten in einem weiten Feld von Aachen bis Greifswald. Jeweils zwei Pfarrer aus dem Osten und dem Westen stellten die Möglichkeiten und Herausforderungen ihrer Gemeinden dar. Das gab allen einen guten Einblick in verschieden strukturierte Gemeinden und regte an zu einer lebendigen Diskussion und Reflektion über die eigene Arbeit.

Kritische Fragen wurden in Arbeitsgruppen diskutiert. Etwa: Was muss passieren, um die Pfarramtstätigkeit effektiver zu gestalten? Sind Strukturänderungen in der Kirche nicht schon lange angesagt? Bei abnehmender Beteiligung an Gottesdiensten selbst bei unterschiedlichen Gottesdienstformen (beispielsweise traditionell und modern) stellt sich die Frage: Brauchen die Menschen überhaupt noch wöchentliche Gottesdienste? Die Pfarrer sehen diese nach wie vor als Orte der Begegnung mit Gott, als Tankstellen für die Seele. Aber würden weniger Gottesdienste auch den Zweck erfüllen? Was würde etwa eine Halbierung der Gottesdienste für die Gemeinden bedeuten?

Des Weiteren rückte die Umfeldanalyse in den Blickpunkt: Was brauchen die Menschen im Umfeld der Kirche vor Ort? Mindestens eine Gemeinde hat schon mal eine solche Erhebung gemacht und ihre Gemeindearbeit danach ausgerichtet. Das brachte ihr zwar größere Bekanntheit und Anerkennung, aber nicht unbedingt neue Gemeindeglieder. Da ist Geduld gefragt.

Ein Höhepunkt des Konvents war die durch SELK-Altbischof Dr. Diethardt Roth arrangierte Werksbesichtigung bei der Firma B. Braun in Melsungen. Sie produziert Gesundheitsartikel für Arztpraxen und Krankenhäuser im In- und Ausland (weltweiter Jahresumsatz von rund 7 Milliarden Euro). Es war höchst anregend, die moderne, automatisierte Fertigung zu besichtigen. Großes Interesse fand die Verwaltung mit einer flachen Hierarchie, wo nicht mehr in starren Abteilungen gearbeitet wird, sondern in aufgaben- und lösungsorientierten Teams von maximal fünf Personen. Dabei hat kein Mitarbeiter seinen "eigenen" Schreibtisch. Selbst der Vorsitzende des Aufsichtsrats hat keinen. Egal, an welchen Schreibtisch sich ein Mitarbeiter setzt: Er bekommt dort Zugang zu den Programmen und Daten, die er für seine Arbeit braucht. Innovation, Kreativität und Produktivität bescheren dem Unternehmen stetiges Wachstum.
(SN/MB)

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