Sprengelbläserfest der SELK in Dresden – Gemeinden aus dem Kirchenbezirk beteiligt SELK Dresden komp
Ein großer Blechbläserchor aus dem Sprengel Ost der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) musizierten am 27. September 2015 beim Sprengelbläserfest des Sprengels Ost in der St. Petri-Kirche in Dresden, der Gottesdienststätte der gastgebenden Dresdener Dreieinigkeitsgemeinde. Während für den vereinigten Posaunenchor zunächst Proben auf dem Programm standen, konnten rund dreißig Kinder ein gelungenes "Kartoffelfest" feiern. Etwas vierzig Gäste nutzten die Gelegenheit zu einer Stadtführung unter Leitung von Bettina Voigt mit dem Schwerpunkt "Dresden als Musikstadt".

Zur festlichen Bläservesper am Nachmittag versammelte sich eine große Zuhörerschaft in der St. Petri-Kirche. "Mehr als 300 Gäste haben mit uns diesen herrlichen musikalischen Gottesdienst gefeiert", freute sich Stefan Dittmer, Pfarrer der gastgebenden Gemeinde. Der aus Mitgliedern der Bläserchöre in den Gemeinden des Sprengels gebildete Chor und die Band der Evangelisch-Lutherischen Paulus-Gemeinde Berlin-Neukölln wussten unter der Leitung von Sprengelbläserwart Rainer Köster (Berlin) mit ihrem Programm zu überzeugen. Gleich zu Beginn kam es zu einer Uraufführung, als mit dem eigens für das gestrige Fest komponierten Werk "Together" von Michael Schütz ein besonderer Höhepunkt geboten wurde. Viel zeitgenössische Musik wurde zu Gehör gebracht, aber auch ältere Werke erklangen.

Zum abwechslungsreichen Programm gehörten sowohl Bläsermusiken von Ottorino Respighi, Michael Praetorius, Hans Leo Hassler, Jacob de Haan und anderen als auch Choralbearbeitungen, so etwa von Thomas Riegler und Richard Roblee.

Die Gemeinde wurde aktiv einbezogen - so gleich bei dem eindrücklichen Auftaktlied "Verleih uns Frieden gnädiglich", das unter Ergänzung zeitgenössischer Strophen als Zusammenstellung verschiedener Vertonungen gestaltet wurde. Das zur liturgischen Form der Vesper gehörende Magnificat, der biblische Lobgesang der Maria, wurde als Collage für Sprecher, Bläserchor und Gemeindegesang umgesetzt. In dem musikalisch gerahmten Fürbittengebet ergänzten sich der Sprecher und die singende Gemeinde ("Da wohnt ein Sehnen tief in mir" | Anne Quigley/Eugen Eckert) im Wechsel.

Das Festmotto "Hilf mir und segne meinen Geist mit Segen, der vom Himmel fließt" war dem Paul-Gerhardt-Choral "Geh aus, mein Herz, und suche Freud" entnommen. Diesen Choral legte Kirchenrat Pfarrer Michael Schätzel (Hannover) als Festprediger aus - eingeleitet und unterteilt von Choralmusik und einmündend in den Gemeindegesang ausgewählter Strophen.

Am Ende der Bläservesper waren deutlich mehr als zwei Stunden vergangenen, aber die dynamisch-abwechslungsreichen Darbietungen ließen zu keinem Zeitpunkt das Gefühl unguter Längen aufkommen - im Gegenteil: Das war ein kurzweiliges, geistlich gut gegründetes Programm, überzeugend ausgeführt. Die Zuhörer ließen das am abschließenden Applaus dankbar erkennen. (SN/MB)

SELK


 

 

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