Kirchenbezirkssynode Berlin-Brandenburg eröffnet – Arbeit mit Flüchtlingen: Missionsprojekt Steglitz selbstständig Bezirkssynode Berlin Brandenburg

Das Missionsprojekt, das aus der Evangelisch-Lutherischen Mariengemeinde Berlin-Zehlendorf der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) hervorgegangen ist, ist nach Ablauf der Einspruchsfrist selbstständig. Die Kirchenbezirkssynode des Kirchenbezirks Berlin-Brandenburg (SELK), die am 27. März 2015 in der Augustana-Gemeinde (SELK) Berlin-Wedding zusammengetreten ist, stimmte der Ausgliederung bei einer Einhaltung zu. Von der Evangelisch-Lutherischen Mariengemeinde Berlin-Zehlendorf lag der Synode ein Antrag zur Ausgliederung des zum Seelsorgebezirk Berlin-Steglitz gehörenden Teils der Mariengemeinde in eine selbstständige Gemeinde Berlin-Steglitz vor. Hierbei bilden die Evangelisch-Lutherische Mariengemeinde zu Berlin-Zehlendorf und die Evangelisch-Lutherische Dreieinigkeits-Gemeinde in Berlin-Steglitz einen gemeinsamen Pfarrbezirk.

Der Kirchenvorstand der Mariengemeinde Berlin-Zehlendorf, der Missionsbeirat des Missionsprojekts der Mariengemeinde in Berlin-Steglitz und die beiden Gemeindepfarrer, Markus Büttner und Dr. Gottfried Martens, haben eine Ausgliederung in dann zwei selbstständige Kirchengemeinden in einem gemeinsamen Pfarrbezirk für nötig erachtet. Der starke Anstieg neuer Gemeindeglieder, vornehmlich aus dem Iran und Afghanistan, die intensive Begleitung und die besonderen Herausforderungen in der Arbeit mit Flüchtlingen, haben sie zu diesem Schritt veranlasst. Die Kirchenleitung der SELK hat durch eine von ihr eingesetzte Arbeitsgruppe, bestehend aus Propst Gert Kelter, Görlitz, Kirchenrätin Christa Brammen, Hamburg, und Kirchenrat Gerd Henrichs, Bohmte, den Veränderungsprozess begleitet.

Die Mariengemeinde Berlin-Zehlendorf wird ihrer Tochtergemeinde auch weiterhin im Gebet begleiten, aber auch mit finanziellen Mitteln zur Seite stehen.

Der gewählte Kirchenvorsteher der Dreieinigkeits-Gemeinde Steglitz, Herr Benjamin Panahi, selbst Iraner, stellte in gutem Deutsch die Gemeinde der Synode vor. Deutlich hob Panahi hervor, dass die Gemeinde gemischt ist und aus unterschiedlichen Kulturen und Ländern komme. Neben Iranern und Afghanen besteht die Gemeinde aus Deutschen, Russlanddeutschen und US-Amerikanern. Eine reine „Flüchtlingskirche“ ist nicht gewollt, selbst wenn der Schwerpunkt weiter auf die Arbeit mit Flüchtlingen liege. Denn Taufe und Glaube einen. Bei aller sprachlichen und kulturellen Verschiedenheit gilt das Evangelium von Jesus Christus allen Menschen. Der christliche Glaube führe Menschen aus verschiedenen Ländern zusammen und trage somit auch zu einer Willkommenskultur und Integration von Flüchtlingen in unsere Gesellschaft bei. Mit rund 750 Gliedern ist die Dreieinigkeits-Gemeinde in Steglitz dann auch gleich die größte im Sprengel Ost der SELK, in der Pfarrer Dr. Martens seinen Dienst versieht.

Zum Präses der Synode ist Dr. Frank Keidel, Berlin, und als Beisitzer Pfarrer Christoph Schulze, Potsdam, gewählt worden. Präses Dr. Keidel erinnerte an den tragischen Flugzeugabsturz in den französischen Alpen. Die Synode gedachte auch der Opfer dieser Katastrophe.

Die Bezirkssynode beginnt heute mit einem Sakramentsgottesdienst in der Augustana-Kirche, der von Superintendent Peter Brückmann geleitet werden wird und in dem Pfarrer Schulze die Predigt hält. Anschließend erwartet die Synode Grußworte und wird das Synodalreferat von Pfarrer Dr. Gottfried Martens zum Thema Kirchenasyl hören. Eine Aussprache zu Berichten und Finanzen des Kirchenbezirks gehören ebenso zum Programm.

Der Kirchenbezirk Berlin-Brandenburg (SELK) wird von Superintendent Peter Brückmann, Berlin-Wedding, geleitet. Zu diesem Kirchenbezirk gehören 13 Pfarrbezirke mit einer Vielzahl an Gottesdienstorten. Sie ist eine von anderen Trägerkirchen des Diakonischen Werkes Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. Die SELK ist eine bundesweite evangelisch-lutherische Kirche, die national in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen als Vollmitglied mitarbeitet. Der Kirchenbezirk Berlin-Brandenburg arbeitet im Ökumenischen Rat der Kirchen Berlin-Brandenburg mit. Zur SELK gehören bundesweit rund 34.000 Kirchglieder. Sie ist über die Diakonische Arbeitsgemeinschaft evangelischer Kirchen Mitglied im Evangelischen Werk für Diakonie und Entwicklung. (MB)

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