Ostinato begeistert in Jabel KircheJabelinnen

Seit 23 Jahren besteht das in der Kirchenregion Ost der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) beheimatete Vokalensemble "Ostinato". Der Chor trifft sich monatlich zum Üben sowie einmal im Jahr zu einer Probenwoche im Sommer - so auch zurzeit in Jabel (Foto | Altar in Jabel), wo Ostinato am 7. Juli 2019 in der Evangelisch-lutherischen Kirche der SELK ein Auftaktkonzert gab. Das Ensemble sang zum letzten Mal das auf Jesus Christus bezogene Programm "Seht, welch ein Mensch"; mit der Probenwoche beginnt die Arbeit am neuen Programm. Im Konzert gingen die 24 Sängerinnen und Sänger um ihren Chorleiter - Kantor Georg Mogwitz (Leipzig) - der Frage nach, wer Jesus Christus ist, indem sie Lieder vom Leben, Sterben und Auferstehen Jesu Christi als dem Sohn Gottes zu Gehör brachten.

Neben zeitgenössischen Titeln wie "The Word was God" von Rosephanye Powell erklang auch "Vom Himmel hoch, da komm ich her" von Johann Eccard aus dem 16. Jahrhundert. Beide thematisieren die Geburt Jesu. Seine Passion verdeutlichten Lieder wie "Ave verum corpus" von William Byrd oder "Altes Mailied in der Bittwoche" von Max Reger. Für den Themenkomplex Auferstehung wurde unter anderem "Erstanden ist der heilig Christ" und "Geh aus mein Herz" von Rudolf Mauersberger gesungen. Zwischen dem Gesang brachte das Ensemble auch instrumentale Stücke zu Gehör, etwa von Georg Philipp Telemann und Johann Sebastian Bach für Orgel und Flöte. Nach dem Konzert gab es einen so großen Applaus, dass der Chor als Zugabe "Der Mond ist aufgegangen" von Matthias Claudius sang. (SN/MB)

"Grad an Zynismus nur schwer erträglich" - Martens Gottfried a
Berlin: Pfarrer Dr. Gottfried Martens beklagt erneut BAMF-Abschiebebescheide

In dieser Woche habe wieder eine besonders engagierte christliche Familie aus seiner Gemeinde ihren Abschiebebescheid für den Iran erhalten, berichtet Pfarrer Dr. Gottfried Martens D.D., der als Pfarrer der Evangelisch-Lutherischen Dreieinigkeits-Gemeinde Berlin-Steglitz der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) schwerpunktmäßig unter Geflüchteten arbeitet, auf der Facebook-Seite seiner Gemeinde.

In dem Abschiebebescheid werde unterstellt, so Martens, dass in der Dreieinigkeits-Gemeinde "iranische Asylbewerber bei derartigen Treffen, die z.B. in Form von Bibelkreisen und Büchertischen stattfinden, miteinander auch über ihre Situation und erfolgversprechende Möglichkeiten, einen gesicherten Aufenthaltsstatus zu erhalten, sprechen. Als eine solche Möglichkeit wird insbesondere die Konversion zum Christentum angesehen." Hier hapere es beim BAMF schon allein bei der elementaren Logik, kommentiert der Steglitzer Pfarrer: Wenn Asylbewerber angeblich erst bei Bibelkreisen darauf aufmerksam gemacht würden, dass sie die Konversion zum Christentum als erfolgversprechende Möglichkeit, einen gesicherten Aufenthaltsstatus zu erhalten, vorbringen könnten, hätten sie ja offenbar vorher ohne solche Gedanken bereits an diesem Bibelkreis teilgenommen, seien also aus ehrlichem Interesse zu diesen Bibelkreisen gekommen. Aber mit so viel Logik dürfe man das BAMF wohl nicht überfordern. Er habe das BAMF bereits wiederholt darauf aufmerksam gemacht, dass es in seiner Gemeinde keinen Büchertisch gebe. Er habe ihm wiederholt eidesstattliche Versicherungen angeboten, dass in dem persischen Bibelkreis und in dem afghanischen Jugendbibelkreis seiner Gemeinde überhaupt nicht über "erfolgversprechende Möglichkeiten, einen gesicherten Aufenthaltsstatus zu erhalten", gesprochen werde. Doch daran sei das BAMF überhaupt nicht interessiert. "Dazu macht es ihm offenkundig zu viel Spaß, unsere Arbeit mit bösartigen Unterstellungen zu verleumden, die mit der Realität nichts zu tun haben", schlussfolgert Martens: "Und so werden Glieder unserer Gemeinde seit Jahren mit immer demselben Textbaustein in den Iran zurückgeschickt."

Der aktuelle Abschiebebescheid enthalte einen weiteren immer wieder verwendeten Satz: "Es ist auch den iranischen Behörden bekannt, dass iranische Staatsangehörige in Asylverfahren immer wieder zum christlichen Glauben konvertieren, um so bessere Chancen im Asylverfahren zu erhalten." Dass die betreffende Familie nicht "im Asylverfahren" zum christlichen Glauben konvertiert sei, sondern bereits im Iran, lasse man einfach beiseite.

"Mit der Unterstellung, dass iranische Staatsangehörige nur aus dem Grund zum christlichen Glauben konvertieren, um bessere Chancen im Asylverfahren zu erhalten, werden Asylanträge christlicher Konvertiten vom BAMF hier in Berlin mittlerweile praktisch zu 100 % abgelehnt", schreibt Martens. Wenn ein iranischer Christ in der Anhörung sage, dass er Christ sei, könne er eigentlich nach zwei oder drei Minuten wieder das Zimmer verlassen. "Ich warne vor Beginn eines jeden Taufunterrichts alle Taufbewerber davor, dass sie sich mit ihrer Konversion jegliche Chancen verspielen, vom BAMF ein positive Antwort in ihrem Asylverfahren zu erhalten", so der Pfarrer: "Ich sage ihnen sehr deutlich: ,Wenn ihr eine positive Antwort im Asylverfahren haben wollt, dann erklärt, dass ihr Salafisten seid. Dann habt ihr hundertmal bessere Chancen, anerkannt zu werden, als wenn ihr sagt, dass ihr Christen seid.'" Jeder Neugetaufte in seiner Gemeinde wisse, dass er als Christ keine Chance beim BAMF habe. Dennoch werde diese Behauptung vom BAMF immer noch weiter in den Abschiebebescheiden kolportiert, dass iranische Staatsangehörige konvertieren, um so bessere Chancen im Asylverfahren zu erhalten.

Und während das BAMF behaupte, die Konvertiten hätten keine Verfolgungsmaßnahmen zu befürchten, weil es den iranischen Behörden bekannt sei, dass iranische Staatsangehörige ja nur aus asyltaktischen Gründen konvertieren würden, sähen dies die Behörden am Flughafen in Teheran offenkundig anders und verhafteten diese Leute, denen das BAMF bescheinigt hat, sie hätten keine Verfolgungsmaßnahmen zu befürchten.

"Der Grad an Zynismus in diesen Abschiebebescheiden ist nur schwer erträglich", beklagt Martens: "Und dann kommt, wie in einem groß Teil der Abschiebebescheide, das krönende Argument zum Abschluss: Iranische Staatsangehörige befinden sich in Deutschland ,im Feindesland', ,und dort ist es durchaus erlaubt, durch Täuschungshandlungen den Feind zu überlisten.'" Pauschal werde allen iranischen Staatsangehörigen unterstellt, sie sähen Deutschland als Feind an. "Das ist Rassismus vom Feinsten", resümiert Martens. Nach Auffassung des BAMF bestehe die Dreieinigkeits-Gemeinde zum größten Teil aus Feinden der Bundesrepublik Deutschland.

"Jede Woche empfangen viele hundert Feinde der Bundesrepublik Deutschland in unserer Gemeinde den Leib und das Blut des Herrn und überlisten mit solchen Täuschungshandlungen den Feind, zu dem das BAMF wohl auch mich zählen dürfte, der ich diese Menschen getauft habe", schreibt Martens. "Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit": So lasse sich mit einem Fachausdruck die Begründungsstruktur für die Abschiebung der in Rede stehenden Familie und unzähliger anderer christlicher Konvertiten zusammenfassen. "Ich habe gegenüber dem BAMF immer und immer wieder gegen diese Argumentationen protestiert - doch das BAMF hält eisern daran fest, dass unsere Gemeindeglieder Feinde der Bundesrepublik Deutschland sind. Und so werden konvertierte Christen aus dem Iran auch in Zukunft wohl keine Chance haben, hier in Deutschland ihren christlichen Glauben praktizieren zu können. Feinde müssen schließlich bekämpft werden - und das macht das BAMF mit aller Konsequenz." (SN/MB)

Kirchenmusikfest des Kirchenbezirks Berlin-Brandenburg Rainer Kempe a

Chorprobe um Chorprobe waren dem Kirchenmusikfest des Kirchenbezirks Berlin-Brandenburg der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) am 16. Juni in Potsdam vorausgegangen, doch diese Mühe hat sich gelohnt. Bereits der Gottesdienst am Vormittag in der evangelischen Inselkirche auf Hermannswerder war durch viele Sing- und Posaunenchorstücke festlich untermalt.

Die Bewirtung zum Mittag und die idyllische Landschaft ringsum halfen den Gästen bei der Überbrückung der Zeit bis zur musikalischen Feierstunde am Nachmittag, die aus der eigens zu diesem kirchenjahreszeitlichen Fest der Dreieinigkeit Gottes (Trinitatis) komponierten Kantate von Kirchenregionskantor Georg Mogwitz (Leipzig) und passenden Chorstücken zu Vater, Sohn und Heiligem Geist bestand. Der Vorsitzende des Kirchenmusikalischen Arbeitsausschusses im Kirchenbezirk, Pfarrer Rainer Kempe (Berlin-Neukölln|Foto), gab dazu Impulse, die unter anderem dazu mahnten, mit der göttlichen Schöpfung verantwortungsbewusster umzugehen.

Nach der Feierstunde blieben noch viele der größtenteils Berliner und Potsdamer Gäste auf der Insel Hermannswerder zusammen und erfreuten sich vieler neuer Bekanntschaften. Dabei stand das obligatorische Angebot von "Kaffee und Kuchen" in einem überraschenden sozialen Horizont, denn, so heißt es in einer Pressemeldung, ein Großteil der selbstgebackenen Kuchen sei versehentlich an die Menschen aus dem Altersheim vor Ort verteilt worden. (MB/SN)

Jubiläums-Pfingstcamp - 30 Jahre Pfingstcamp in Greifswald 2019 Logo JumiG BB

Das diesjährige Pfingstcamp des Kirchenbezirks Berlin-Brandenburg der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) war in mehrfacher Hinsicht etwas Besonderes. Vor 30 Jahren fand es das erste Mal im Garten der Evangelisch-Lutherischen St. Otto von Bamberg Gemeinde der SELK in Greifswald statt, damals noch als Treffen von Jugendlichen aus der DDR, hauptsächlich aus Berlin und der Region um Greifswald. Da später in diesem Jahr die Berliner Mauer fiel, war schon das zweite Pfingstcamp ein Jahr später, ein gemeinsames der „Wessis“ und „Ossis“. Es war allerdings, so der in diesem Jahr anwesende Gründungsvater Pfarrer i.R. Dr. Albrecht Adam (Berlin), auch ein wenig aus der Not geboren. Denn die sehr unterschiedlich tickenden Jugendlichen zusammenzuführen, stellte sich als echte Aufgabe dar. So scheiterte z.B. ein gemeinsamer Jugendkreis in Berlin zuerst an den doch sehr unterschiedlichen Vorstellungen von dem, was ein Jugendkreis sein sollte. Doch das Pfingstcamp schaffte es, diese Unterschiede bedeutungsärmer zu machen und begann damit seinen „Siegeszug“ im Bezirk Berlin-Brandenburg. Inzwischen ist das Pfingstcamp schon seit vielen Jahren die am besten frequentierte Jugendveranstaltung im Bezirk.

Die über 50 Teilnehmer genossen weitgehend schönes Frühsommerwetter mit einer Bibelarbeit zu bildhaften Bibelgeschichten (Schöpfung, Arche Noah, Jona, David und Goliath, Speisung der 5000) und deren Bedeutung über die Bilder hinaus für das heutige Leben. Mit viel Chillen im Garten, Kreativ-Workshops, leckerem Essen, Sport, der abendlichen Dank-Bar, Ostseestrand und Anbaden, Lagerfeuer, Andachten und Pfingstgottesdiensten war die Zeit gut gefüllt.

Unter den Teilnehmern waren auch einige Konfirmanden. Für sie war die ab diesem Jahr modifizierte Mitarbeit des Jugendmitarbeitergremiums (JuMiG) bei der Bizirkskonfirmandenfreizeit der Türöffner und weckte Lust auf weitere Erlebnisse in der Jugendarbeit. Zitat einer 12-jähigen Konfirmandin: „Kann man auch schon vor der Konfirmation ins JuMiG?“ – An dieser Stelle ein herzlicher Dank an das JuMiG des Kirchenbezirkes Hessen-Nord, das quasi das Modell geliefert hatte.

Die bewährte Zusammenarbeit des JuMiG mit ihrem Bezirksjugendvertreter Tristan Liebert, Jugendkoordinator Norbert Schulz und auch Kantor Georg Mogwitz, bildete das Gerüst, an dem sich einmal mehr eine segensreiche und für die meisten Teilnehmer erfüllte Zeit erleben ließ – raus aus dem Alltag, dem Konkurrenzdruck, der Terminflut, hin zu einer entspannten Entschleunigung und durch die Handy-Challenge sogar weitgehend digitalarmen Kommunikation. (SN/MB)

"Froh, Pfarrer dieser wunderbaren Gemeinde sein zu dürfen!" - Martens Gottfried a
SELK: Pfarrer Dr. Gottfried Martens in Steglitz nunmehr unbefristet in Dreieinigkeit Steglitz

Pfarrer Dr. Gottfried Martens D.D. (56 Jahre) wurde am 10. Juni 2019 zu Pfingstmontag als Pastor der Dreieinigkeits-Gemeinde der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) in Berlin-Steglitz gottesdienstlich bestätigt, nachdem er eine am 14. Mai dieses Jahres ausgesprochene Berufung seiner Gemeinde auf die nunmehr unbefristete Pfarrstelle angenommen hatte. Die gottesdienstliche Handlung nahm Superintendent Peter Brückmann (Berlin-Wedding) vor. Es assistierten Pfarrdiakon Dr. Frank Keidel (Berlin-Wedding) und Pastor im Ehrenamt Marko Turunen, der durch eine finnische Missionsgesellschaft in die Mitarbeit in Berlin-Steglitz entsandt worden ist.

Martens war bisher infolge einer Berufung durch die Kirchenleitung auf der zunächst befristet eingerichteten Pfarrstelle tätig. Die Dreieinigkeits-Gemeinde bildete bis vor Kurzem mit der Mariengemeinde Berlin-Zehlendorf einen gemeinsamen Pfarrbezirk. Mittlerweile wurde der gemeinsame Pfarrbezirk aufgelöst. Beide Gemeinden bilden nunmehr einen je eigenen Pfarrbezirk mit je einer eigenen Pfarrstelle.

Martens arbeitet in Steglitz schwerpunktmäßig unter Geflüchteten. Die Dreieinigkeits-Gemeinde ist in den letzten Jahr erheblich gewachsen und weist nach der aktuellen amtlichen Statistik 1.720 Kirchglieder aus.

"Der feierliche Gottesdienst, der um 10 Uhr mit der Beichte begann und nach Ende der Abendmahlsfeier mit circa 300 Abendmahlsgästen um 13.30 Uhr endete, war auch für Steglitzer Verhältnisse etwas Besonderes", berichtet Superintendent Brückmann. "Am Ende des Gottesdienstes hielten die Gemeindekinder ein von ihren zuvor erstelltes und bereits gerahmtes Gemälde ihrer Gemeinde aus Kindersicht bereit. Dieses wurde mit Dank und unter großem Applaus Dr. Martens überreicht."

An den Gottesdienst, der von einem persischen Gemeindechor mit ausgestaltet wurde, schloss sich ein Gemeindefest an, auf denen von einer Crew aus Gemeindegliedern vorbereitete persische und afghanische Köstlichkeiten geboten wurden.

"Mir bedeutet es sehr viel, nun auch von der Gemeinde berufen zu sein", schreibt Martens auf der Facebook-Seite seiner Gemeinde: "Möge Christus, der Herr der Kirche, seinen Segen auf unser weiteres Miteinander in der Gemeinde legen! Ich bin sehr, sehr froh, Pfarrer dieser wunderbaren Gemeinde sein zu dürfen!" (SN/MB)

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