Wilhelm Torgerson in Windsor eingeführt - Pfarrer Torgerson a
Früherer SELK-Pfarrer als "Assistant Pastor" in Kanada

Am dritten Sonntag im Advent wurde Pfarrer i.R. Wilhelm Torgerson D.D., früher im Dienst der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) in Deutschland tätig, u.a. Gemeindepfarrer an Evangelisch-Lutherischen Gemeinde Berlin-Mitte und Propst des Sprengels Ost der SELK, in einem festlichen Gottesdienst als zweiter Pfarrer ("Assistant Pastor") der First Lutheran Church und der First Lutheran Christian Academy in Windsor/Ontario (Kanada) eingeführt. Die Gemeinde und ihre Schule gehören zur Lutherischen Kirche-Kanada (LCC), mit der die SELK in Kirchengemeinschaft steht.

Die LCC wurde bei der Einführung offiziell durch Rev. Paul J. Zabel, den scheidenden Präses des Ostbezirks der LCC, vertreten. Die Predigt hielt Prof. Dr. Thomas Winger, Präsident des Concordia Lutheran Theological Seminary der LCC in St. Catharines/Ontario. Der leitende Pastor der Gemeinde, Rev. Dr. Robert Bugbee, fungierte als Liturg. Der deutsche und der englische Chor der Gemeinde wirkten mit.

Die First Lutheran Church wurde 1920 in Windsor, der südlichsten Stadt Kanadas, an einem der wichtigsten Grenzübergänge in die USA gegründet. Ihre neugotische Kirche wurde 1928 geweiht.

1995 gründete die Gemeinde eine Schule, die First Lutheran Christian Academy (www.flca.ca), in der rund 90 Schüler unterrichtet werden.

Seit seiner Ausreise aus Deutschland im Jahr 2011 war Torgerson als außerordentlicher Professor am Concordia Lutheran Theological Seminary tätig, insbesondere im Bereich der Praktischen Theologie. Nun hat der 74-Jährige seine neue Aufgabe in Windsor übernommen, wo er als zweiter Gemeindepfarrer in Teilzeit in einer Gemeinde tätig ist, die jeden Sonntag in deutscher und englischer Sprache Gottesdienste feiert. Zum deutschsprachigen Teil der Gemeinde gehören Auslandsdeutsche, von denen die meisten aus Jugoslawien, Rumänien und Polen stammen.

Die Gemeinde in Windsor feiert ihre deutschen Gottesdienste nach der Evangelisch-Lutherischen Kirchenagende (Band 1), nach der auch in der SELK die Gottesdienste gefeiert werden. Aus der SELK wurde der Gemeinde dafür kürzlich eine Agende als Geschenk überlassen. Am Rande des Festgottesdienstes zeigte sich Bugbee dankbar für dieses "äußerst willkommene Geschenk": "Es wird eine lebendige Erinnerung an das gemeinsame Bekenntnis und die geschwisterliche Liebe sein, die uns an unsere geliebte Schwesterkirche in Deutschland bindet." (MB/SN)

SELK: Statistik 2017 veröffentlicht -- Kirchenbezirk Berlin-Brandenburg wächst erneut SELK

Die Statistik der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) für das Jahr 2017 ist am 14. Dezember im Kirchenbüro der SELK in Hannover freigegeben worden und wird in den nächsten Tagen den Pfarrämtern zugehen. Laut dieser offiziellen Statistik liegt die Kirchgliederzahl per 31. Dezember 2017 bei 33.371. Die Kirchgliederzahl gliedert sich in 29.229 Konfirmierte, 3.554 nichtkonfirmierte Kinder und 588 nichtkonfirmierte Erwachsene.

Das Zahlenwerk weist gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang um 96 Kirchglieder aus, was einer Abnahme um 0,29 Prozent entspricht. Lediglich in 38 Pfarrbezirken konnte ein Zuwachs oder jedenfalls Gleichstand festgestellt werden, für 73 Pfarrbezirke musste eine Abnahme der Kirchglieder konstatiert werden. Für drei von zehn Kirchenbezirken weist die Statistik steigende Zahlen aus: Niedersachsen-Süd (+ 4), Berlin-Brandenburg (+ 177) und Lausitz (+ 25).

Berechnet auf den Zeitraum der letzten zehn Berichtsjahre sind zwar in sechs von zehn Kirchenbezirken die Kirchgliederzahlen einmal oder mehrmals angestiegen, jedoch zeigt sich für diesen Zeitraum lediglich in zwei Kirchenbezirken ein Gesamtzuwachs: Berlin-Brandenburg (+ 803) und Lausitz (+ 87). Die Entwicklung im Kirchenbezirk Berlin-Brandenburg verdankt sich vor allem der Arbeit unter Geflüchteten, vornehmlich aus dem Iran und aus Afghanistan, die unter der Leitung von Pfarrer Dr. Gottfried Martens D.D. in der Dreieinigkeits-Gemeinde in Berlin-Steglitz durchgeführt wird; diese Gemeinde ist 2017 um 187 Kirchglieder gewachsen.

Die SELK hat im Zeitraum der letzten zehn Berichtsjahre um 1.894 Kirchglieder (5,4 Prozent) abgenommen. Während die Region Ost in diesem Zeitraum um 723 Kirchglieder gewachsen ist, sind für die Regionen Nord (- 775),West (- 793) und Süd (- 1.049) Rückgänge zu verzeichnen. (SN/MB)

Altrixdorfer Weihnachtsmarkt 2018 Neuklln

Traditionell am Wochenende des 2. Advents - in diesem Jahr vom 7. bis zum 9. Dezember - findet in Berlin-Neukölln rund um den Richardplatz der Alt-Rixdorfer Weihnachtsmarkt unter der Schirmherrschaft des Neuköllner Bezirksbürgermeisters, zurzeit Martin Hikel, statt. Der Rixdorfer Weihnachtsmarkt gilt als einer der schönsten und stimmungsvollsten Berliner Weihnachtsmärkte, gerade auch wegen seiner natürlichen Beleuchtung. Die nostalgische Kulisse des alten Böhmischen Dorfes am Neuköllner Richardplatz begeistert jedes Jahr: Selbst gemachtes Kunsthandwerk und Bastelwaren sowie kulinarische Genüsse ziehen regelmäßig viele Besucher an. Im behaglichen Schein von Petroleumlampen und Lichterketten, die die Bäume des Platzes schmücken, wird der Bummel zur idealen Einstimmung auf die Feiertage. Unter den angebotenen Waren sind liebevoll gebastelte Kleinigkeiten, kreatives Kunsthandwerk, Spielzeug und Schmuck. Verkaufende sind ausschließlich Vereine, Verbände und Organisationen mit gemeinnützigem Hintergrund. Der Reinerlös dient ausschließlich wohltätigen und karitativen Zwecken. Die Öffnungszeiten für die verbleibenden Tage: Samstag von 14 bis 21 Uhr, Sonntag von 14 bis 20 Uhr.

Die Evangelisch-Lutherische Neuköllner Paulus-Gemeinde  der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) ist mit einem eigenen Stand auf dem Weihnachtsmarkt vertreten, auf dem unter anderem selbst gefertigte Marmeladen, Hexenhäuser und selbst hergestellter Eierlikör angeboten werden. Die Gemeinde präsentiert sich mit ihrem Stand zugleich der Öffentlichkeit.

Im Rahmen des Weihnachtsmarkt-Kulturprogramms spielt der Posaunenchor der Paulus-Gemeinde unter der Leitung von Rainer Köster am Sonntag, 9. Dezember, um 16 Uhr auf der Hauptbühne traditionelle volkstümliche Advents- und Weihnachtslieder.

Tradition hat nicht nur der Alt-Rixdorfer Weihnachtsmarkt, Tradition hat auch das Angebot der "Adventsmusik bei Kerzenschein" in der Paulus-Kirche der SELK in Berlin-Neukölln. An den Donnerstagen nach den ersten drei Adventssonntagen gibt es in dieser Angebotsreihe jeweils um 19 Uhr eine Veranstaltung mit "Wort und Musik im Advent". Die drei Abende sind ein Angebot, in der betriebsamen Vorweihnachtszeit zur Ruhe und Stille zu kommen, sich zu besinnen oder einfach mal abzuschalten. Nach der Musik sind Zuhörende und Musizierende eingeladen zu Glühwein, Tee und Gebäck.

Die Reihe wurde am gestrigen Donnerstag mit adventlicher Musik aus und um Taizé eröffnet. Es musizierten Sänger und Instrumentalisten der Paulus-Gemeinde. Am zweiten Abend, Donnerstag, 13. Dezember, erklingt Musik für Blechbläser. Unter dem Thema "Neuköllner Bläseradvent" werden Bearbeitungen aus mehreren Jahrhunderten vorgestellt, neben anderen Kompositionen von Girolamo Frescobaldi, Claudio Monteverdi, Johannes Brahms und Engelbert Humperdinck. Es musiziert der Posaunenchor der Paulus-Gemeinde, Leitung: Rainer Köster. Am dritten Abend, 20. Dezember, gibt es Adventsmusik aus alter Zeit. Dort erklingen Werke von Adriano Banchieri, Benedetto Marcello, Friedrich Wilhelm Zachow und Michael Praetorius. (SN/MB)

Erklärung durchstreichen lassen - Pfarrer Dr. Martens kritisiert scharf Erläuterungen zur Lutherbibel Pfarrer Dr. Martens a

Zur der neuesten Revision der Bibel in der Übersetzung Martin Luthers ("Lutherbibel 2017") nimmt Pfarrer Dr. Gottfried Martens D.D. von der Evangelisch-Lutherischen Dreieinigkeits-Gemeinde der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) in Berlin-Steglitz im aktuellen "Pfarrbrief" seiner Gemeinde Stellung. Die Revision wurde auch in der SELK zum Gebrauch freigegeben.

Zunächst würdigt Martens die Lutherbibel im Gegenüber zu anderen Übersetzungen: "Die Prägekraft dieser Übersetzung für unsere heutige deutsche Sprache, aber gerade auch für die Sprachwelt unserer lutherischen Kirche kann kaum überschätzt werden." Von daher lasse sich die Übersetzung der Bibel durch Martin Luther auch durch keine noch so gelungene Übersetzung einer Kommission ersetzen, "und wir tun gerade als lutherische Kirche gut daran, diese sprachlich so gelungene und zugleich so eng an den Urtext angelehnte Übersetzung nicht schnell einmal durch eine scheinbar leichter eingängige Übertragung der Bibel zu ersetzen."

Der schwerpunktmäßig unter Geflüchteten arbeitende Seelsorger stellt Grundsätze der neuen Revision der Lutherbibel dar und zeigt an Beispielen auf, wie diese umgesetzt wurden. Natürlich könne man seine Fragezeichen an die eine oder andere Übersetzung eines Verses setzen. Die "vollkommene" Übersetzung der Bibel werde es aber ohnehin niemals geben. Darum sei auch die Lutherbibel 2017 kein Ersatz für das Theologiestudium der Pfarrer, das ja ganz wesentlich auch das Studium der Ursprachen Hebräisch und Griechisch mit einschließe. "Und vor allem wissen wir gerade auch als lutherische Kirche darum, dass wir die Heilige Schrift immer in der Gemeinschaft der Kirche lesen und uns von dieser Gemeinschaft in unserem Verstehen der Heiligen Schrift helfen und leiten lassen. Gerade unter diesem Vorzeichen halte ich es allerdings für gut und richtig, dass sich unsere SELK entschieden hat, die Lutherbibel in der Revision von 2017 für den kirchlichen Gebrauch zu übernehmen."

Sehr kritisch äußert sich der promovierte Theologe zu den "Sach- und Worterklärungen", die in den Bibelausgaben dem eigentlich biblischen Textbestand als Anhang beigegeben sind. Hier finde sich zum Teil "Haarsträubendes". Als Beispiel zitiert Martens die Erläuterung zum Stichwort "Abendmahl". Es sei "unfasslich, wie viele Häresien hier auf wenigen Zeilen zusammengefasst sind". Das Abendmahl werde in dieser Erläuterung von vornherein als Erinnerungsmahl beschrieben und Seite an Seite mit heidnischen Gemeinschaftsmahlen gestellt. Es sei nicht "von Christus selbst eingesetzt" (Kleiner Katechismus Martin Luthers), habe auch keinen Bezug zum Passamahl, sondern sei "Ergebnis von verbindenden Erinnerungen der Christen an Mahlzeiten von Jesus während seines irdischen Wirkens und liturgischen Überformungen, aus denen offenbar nur noch eines zu erkennen ist: Dass die Einsetzungsworte nur etwas ,deuten', aber nicht etwas bewirken - und dass sie sich darüber hinaus auch gar nicht auf die Elemente, sondern nur auf die Handlungen beziehen." Es sei nicht zu begreifen, so Martens, dass in einer Bibel, die den Namen Martin Luthers trage, ein Verständnis des Abendmahls beschrieben werde, das dem, was Martin Luther so wichtig gewesen sei, diametral widerspreche und das Verständnis der lutherischen Kirche vom Abendmahl offen als unbiblisch darstelle. Martens: "Ich habe meine Konfirmanden dieses Sammelsurium von Häresien im Konfirmandenunterricht bewusst in ihrer Bibel durchstreichen lassen."

Blättere man dann weiter durch die Sach- und Worterklärungen, meint Martens, müsse man dort dann beispielsweise auch lesen, dass es im Neuen Testament angeblich in der Schwebe bleibe, "wie sich Jesu Abstammung von Gott und seine irdische Abstammung von David zueinander verhalten." Die Aussage, dass Jesus von einer Jungfrau geboren sei, werde mit entsprechenden Aussagen über Herakles oder Alexander den Großen gleichgesetzt, und erklärt, dies sei "nicht als biologisches Wunder" zu verstehen. Zum Thema des Opfertodes Christi werde forsch erklärt, "das Motiv der Stellvertretung" stehe "nach neuerer Forschung nicht im Zentrum des Interesses" im Neuen Testament. Und zum Thema Taufe erkläre man: "Die Taufe wurde wohl nur an Erwachsenen vollzogen". Zugleich fehle jeder Hinweis auf die Bedeutung der christlichen Taufe; es werde nur darauf verwiesen, dass das Vorbild der christlichen Taufe die Taufe Johannes des Täufers sei, die aufgrund einer freiwilligen Entscheidung des Taufbewerbers vollzogen werde. "Es ist nicht zu fassen, dass sich solche Aussagen einer baptistischen Tauftheologie in einer Bibel finden, die den Namen Martin Luthers trägt", erklärt der Theologe und resümiert, dass er zwar die Verwendung der Übersetzung der revidierten Lutherbibel 2017 in den Gottesdiensten seiner Kirche befürworte; er könne aber "den Gebrauch der Lutherbibel 2017 als Buch nur mit einer deutlichen Einschränkung beziehungsweise Warnung vor so manchen Aussagen in den Erklärungen am Ende der Lutherbibel empfehlen." Doch aus diesen Erklärungen werde im Gottesdienst ja glücklicherweise nichts vorgelesen. (SN/MB)

AdventsmusikTaizé-Gottesdienst in der Ev.-Luth. Paulusgemeinde Neukölln

Die Evangelisch-Lutherische Paulus-Gemeinde der SELK in Berlin-Neukölln bietet wieder die „Adventsmusik bei Kerzenschein“ an, jeweils am Donnerstag; Beginn: 19 Uhr. Am 6. Dezember wird eine Taizé-Andacht gefeiert. Am 13. Dezember folgt der Neuköllner Bläseradvent mit dem Posaunenchor der Paulus-Gemeinde unter Leitung von Rainer Köster. Am 20. Dezember gibt es Advents- und Weihnachtsmusik aus alter Zeit mit Vokalisten und Instrumentalisten der Paulus-Gemeinde. Nach allen Musiken besteht die Einladung zu Glühwein und Gebäck. (MB/SN)

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