Prof. Dr. theol. habil. Werner Klän in den Ruhestand verabschiedet Klaen d Buettner

Im Rahmen eines akademischen Hochschultages an der Lutherischen Theologischen Hochschule (LThH) der SELK in Oberursel wurde am 16. Februar Professor Dr. Werner Klän, Lehrstuhlinhaber für Systematische Theologie an der LThH, in den Ruhestand verabschiedet. Seine Abschiedsvorlesung hielt Klän im voll besetzten Großen Hörsaal der Hochschule zum Thema „Ecclesiologia Crucis. Nachdenken über den Weg der Christenheit in nachchristlicher Zeit und Welt“.

Unter dem bei dem lutherischen Theologen Wilhelm Löhe (1808-1872) entliehenen Titel "Die einigende Mitte" war daher dieser Tag Kläns Verabschiedung gewidmet.

Nach einer Andacht zur Eröffnung hielt der Geehrte seine Abschiedsvorlesung unter dem Titel "Ecclesiologia Crucis. Nachdenken über den Weg der Christenheit in nachchristlicher Zeit und Welt." Klän sprach dabei Themen an, die in seinem theologischen Wirken eine besondere Rolle spielten, nämlich eine von ihm so genannte "konkordienlutherische" Theologie in ökumenischer Verantwortung, die zugleich in kirchlicher Verantwortung geschieht und auch in einer "postkonstantinischen" Zeit noch der Welt zugewandt sein soll. Im Anschluss wurde dem Geehrten eine Festschrift mit dem Titel des Leitmotivs des Tages - "Die einigende Mitte" - übergeben, die seine Kollegen Prof. Dr. Christoph Barnbrock sowie Prof. Dr. Gilberto da Silva herausgegeben haben, und die im Verlag Edition Ruprecht in der Reihe "Oberurseler Hefte Ergänzungsbände" als Band 20 erschienen ist. Viele der Beiträger dieses Buches fanden sich unter den zahlreich erschienenen Gästen.

Die elfköpfige Kirchenleitung der SELK war zu Ehren Kläns komplett vertreten. Der Bischof dieser Kirche, Hans-Jörg Voigt D.D. (Hannover), würdigte dann ausführlich und in teils sehr persönlichen Betrachtungen Kläns Wirken als Kirchengeschichtler, Systematiker und Ökumeniker, dessen theologische Arbeiten eben nie nur der Akademie, sondern immer auch der Kirche verpflichtet gewesen seien.

Den Abschluss fand der akademische Teil der Veranstaltung in einem Vortrag des Augsburger Systematikers Prof. Dr. Bernd Oberdorfer zum Thema "Baptizatus sum" - Ich bin getauft" -, in dem er die Taufe als Sakrament der Einheit für die Ökumene bei allen bleibenden Fragen stark machte. Oberdorfer und Klän arbeiten seit Langem in ökumenischen Gremien zusammen - bis jetzt im Deutschen Ökumenischen Studienausschuss der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen.

Die Formulierung vom "wohlverdienten Ruhestand" verwendete keiner derer, die an diesem Tag ans Mikrofon traten. Und dies ganz offenkundig nicht, weil Kläns Ruhestand nicht verdient wäre, sondern weil alle von dem engagierten Theologen noch ein Weiterwirken erhoffen und erwarten. Klän war bis zu seiner Emeretierung dem Kirchenbezirk Berlin-Brandenburg zugeordnet und gehörte sowohl dem Bezirkspfarrkonvent als auch der Kirchenbezirkssynode als ordentliches Mitglied an. (MB/SN)

Bischof Voigt im Interview 31 1.2018 Voigt h Buettner

2015 kamen Flüchtlinge in großer Zahl nach Deutschland. Seitdem setzt sich die SELK für sie ein. In einigen Gemeinden finden diese Menschen zum Glauben an Jesus Christus und lassen sich taufen. Viele von ihnen sollen in ihre muslimische Heimat abgeschoben werden. Für den Bischof der SELK, Hans-Jörg Voigt D.D., ist das ein Skandal und Verfassungsbruch. Oliver Jeske hat mit ihm im Auftrag von ERF Medien e.V. (Wetzlar) im Kirchenbüro der SELK in Hannover ein Interview geführt. Seine Stellungnahme, Wo bleibt der Aufschrei des Entsetzens in diesem Land? -  Stellungnahme zur derzeitigen Entscheidungs- und Abschiebepraxis - auch im Blick auf SELK-Gemeindeglieder - in der Bundesrepublik Deutschland, steht zum Download hier bereit. (SN/MB)

 

Großes Sängerfest der Region Ost in Wilmersdorf Chor Saengerfest Wilmersdorf Buettner komp

Am Sonntag Estomihi, dem 11. Februar 2018, fand in der Evangelisch-Lutherischen Kirche "Zum Heiligen Kreuz" in Berlin-Wilmersdorf das große Sängerfest der Region Ost der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche auf Einladung ihres kirchenmusikalischen Arbeitskreises statt. Die vereinigten Chöre der Region Ost, zu der die Kirchenbezirke Berlin-Brandenburg, Lausitz und Sachsen-Thüringen gehören, muszierten unter der Leitung ihres Kantors Georg Mogwitz (Leipzig). Die rund 125 Sänger brachten Stücke von Felix Mendelsohn-Bartholdy, Ludwig Seftl und Johannes Brahms zu Gehör. Das große Sängerfest, zum dem rund 300 Besucher gekommen sind, stand unter dem Leitwort aus Psalm 42: Wie der Hirsch schreit nach frischem Wasser, so schreit meine Seele, Gott, zu dir. In der Predigt wurde durch Pfarrer Rainer Kempe, Berlin-Neukölln, dieser Psalm aus der Bibel ausgelegt, sodass sich Wort und Musik miteinander verbunden und ergänzt haben. Ein Kinderchor begeisterte in der vollbesetzten Kirche die Gottesdienstbesucher mit ihren beiden musikalischen Stücken. (MB/SN)

Vortrag Prof. Klän in Potsdam – Geschichte und Gegenwart der SELK im Gegenüber zur Union Evangelischer Kirchen Klaen d Buettner

Am 7. Februar fand auf Einladung der des Evangelischen Kirchenkreises Potsdam der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) und dem Kirchenbezirk Berlin-Brandenburg der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) ein ökumenischer Gesprächsabend in der evangelischen Nagelkreuzkapelle Potsdam statt. Dieser Abend stand unter dem Thema, Union und Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche – Lutherisches Bekenntnis und Herausforderungen der Kirchen heute. Prof. Dr. Werner Klän, Lehrstuhlinhaber für Systematische Theologie an der Lutherischen Theologischen Hochschule Oberusel/Ts. führte die zahlreichen Zuhörer, die sowohl aus dem Kirchenkreis Potsdam als auch aus dem Kirchenbezirk Berlin-Brandenburg kamen, in die Geschichte der Altlutheraner ein. Im Fokus standen hier zunächst die drei prägenden Personen, Johann Gottfried Scheibel, Eduard Huschke und Heinrich Steffens auf altlutherischer Seite und Friedrich Wilhelm III., König von Preußen, mit seinen Bestrebungen zur Einführung und Durchsetzung der Union zwischen evangelisch-lutherischer Kirche und evangelisch-reformierter Tradition. Die markanten Eckdaten 1817 und 1830 und in der Folge die Ausgrenzung und Verfolgung der Altlutheraner wurde von Klän thematisiert.

Er machte auch deutlich, dass die altlutherische Bewegung eine zutiefst moderne Bewegung gewesen ist, weil sie sich in der Zeit von 1830-1840 schon auf heute anerkannte Menschenrechte berief, wie das Recht auf Versammlungsfreit, der Organisationsfreiheit, Meinungsfreiheit und der Religionsfreiheit. Weil den Altlutheraner diese Grundrechte verwehrt wurden, sind nicht wenige nach Nordamerika und Australien ausgewandert. Als eine Wurzel altlutherischer Kirchwerdung muss der Pietismus gelten, dessen altlutherische Vertreter im Nachsprechen und der Aneignung der Evangelisch-Lutherischen Bekenntnisse, nicht nur den persönlichen Glauben betonten, sondern der Glaube seinen Ausdruck in konfessionell-kirchlicher Verbindlichkeit, eben in der evangelisch-lutherischen Kirche, gelebt werden wollte.

Nach dem ausführlichen kirchenhistorischen Teil, führte der Referent in die Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche heute ein, erläuterte inhaltlich den Kirchennamen, um dann auf die ökumenische Gespräche zwischen der SELK und der Union Evangelischer Kirchen einzugehen. Das gemeinsame Wort wurde am Buß- und Bettag im Rahmen eines ökumenischen Dank- und Bußgottesdienstes von Bischof Hans-Jörg Voigt, D.D. (Hannover) der SELK und vom Kirchenpräsidenten Christian Schad (Speyer) für die Union Evangelischer Kirchen (UEK) in der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Berlin-Mitte unterzeichnet. Moderiert wurde dieser ökumenischen Gesprächsabend vom ehemaligen Leiter der Kirchenkanzlei der (UEK) Pfarrer i.R. Dr. Wilhelm Hüffmeier. Es schloss sich eine rege Aussprache an. „Ich habe heute viel gelernt!“, war eine der Reaktionen am Ende des Abends. (MB)

Schöne-Aufsätze in kanadisch-theologischer Zeitschrift Bischof Schoene b Zehlendorf Buettner komp a

„Lutheran Theological Review“ ist die Zeitschrift der beiden theologischen Seminare der Lutherischen Kirche–Kanada (LCC) in St. Catherines und Edmonton. Die jetzt erschienene aktuelle Ausgabe dokumentiert Beiträge aus Anlass des Gedenkens an 500 Jahre evangelisch-lutherische Reformation im vergangenen Jahr 2017. Das Heft enthält auch zwei Beiträge von Bischof i.R. Dr. Jobst Schöne D.D. (Berlin) von der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche: “Luther without Fake News“ und “The Reformation of Worship: Liturgy as Confession of Faith“. Die SELK und die LCC stehen in Kirchengemeinschaft. (MB/SN)

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