Wilhelm Torgerson wieder im Gemeindedient - SELK-Emeritus als Assistenzpastor in Windsor Pfarrer Torgerson

Pfarrer i.R. Wilhelm Torgerson, langjähriger Gemeindepfarrer der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK), hat eine Berufung der First Lutheran Church & Academy (FLCA) der Lutherischen Kirche-Kanada (LCC) in Windsor/Ontario auf die 2. Pfarrstelle (Assistant Pastor) angenommen. Die SELK und die LCC stehen in Kirchengemeinschaft miteinander.

In der FLCA wird der 74-Jährige als Assistent des Gemeindepfarrers und früheren LCC-Präses Dr. Robert Bugbee tätig sein. Aufgrund des Wechsels in die Gemeindearbeit beendet Torgerson seinen Dienst an der Theologischen Hochschule der LCC in St. Catharines zum Semesterausklang Mitte Dezember. Der Einführungsgottesdienst ist für den 3. Advent, 16. Dezember, geplant.

Die FLCA ist eine zweisprachige Gemeinde, in der es jedem Sonntag einen deutschen und eine englischen Gottesdienst gibt. Sie betreibt seit Jahren eine lutherische Grundschule (First Lutheran Christian Academy, Kindergarten bis 8. Schuljahr) und zu ihr zählen rund 500 Gemeindeglieder. Die Gemeinde wurde 1921 von der US-amerikanischen Lutherischen Kirche-Missouri Synode (LCMS) gegründet und hat nach dem Zweiten Weltkrieg besonders Seelsorge an deutschen Einwanderern getrieben. Inzwischen betreut sie auch einen Inder, der intensiv unter den Sikhs missioniert.

Wilhelm Torgerson ist gebürtiger Deutscher, wanderte aber als Jugendlicher mit seinen Eltern nach Kanada aus. Nach seinem Theologiestudium, der praktischen Ausbildung und einem ersten Abschnitt pfarramtlicher Tätigkeit in der LCC kehrte er nach Deutschland zurück, wo er als Pfarrer in den Gemeinden Brunsbrock, Bremen, Hamburg (Dreieinigkeitsgemeinde) und Berlin-Mitte tätig war. Von 2000 bis 2007 wirkte er nebenamtlich als Propst des Sprengels Ost und war in dieser Funktion Mitglied der Kirchenleitung der SELK. Von 2007 bis zu einer Emeritierung 2009 fungierte er als Direktor des Projektes "Alte Lateinschule" in Wittenberg tätig, in dem LCMS und die SELK zusammenarbeiten.

Im Ruhestand kehrte Torgerson nach Kanada zurück. Er wechselte in die kanadische Schwesterkirche der SELK und wirkte im Bereich der LCC bisher unter anderem als außerplanmäßiger Professor am Concordia Lutherischen Theologischen Seminar in St. Catherines/Ontario. (SN)

Pfarrer Süß in den Trägervorstand des Kindergartens St. Marien in Berlin-Zehlendorf gewählt Suess Buettner komp

Der Kirchenvorstand der Evangelisch-Lutherischen Mariengemeinde Berlin-Zehlendorf der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) hat auf seiner Klausursitzung am vergangenen Samstag Pfarrer Stefan Süß (Foto), Rektor des Naemi-Wilke-Stifts, und Mitglied des Diakonischen Rates Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, einstimmig in den Trägervorstand des gemeindeeigenen Kindergartens St. Marien zum 1. Januar 2019 gewählt. Rektor Süß hat die Wahl, die laut Ordnung des Trägervorstandes fünf Jahre beträgt, angenommen. „ Ich danke allen, die mir damit so eindeutig das Vertrauen ausgesprochen haben.“, so Süß gegenüber dem Gemeindepastor der Mariengemeinde, Pfarrer Markus Büttner. Pfarrer Büttner freut sich über die Verstärkung in diesem Fachgremium: „Mit Pfarrer Süß im Trägervorstand werden wir noch professioneller. Seine Fachkompetenz in vielen Bereichen wird uns eine sehr große Hilfe sein.“ Zuvor begleitete Süß den Trägervorstand in verschiedenen Sachfragen schon punktuell. Die gottesdienstliche Einführung von Rektor Süß soll im Laufe des Jahres 2019 erfolgen.

Seit über 30 Jahren trägt die Mariengemeinde in eigener Verantwortung einen Kindergarten als diakonische Einrichtung. 2015 fanden umfangreiche Neustrukturierungen sowie personelle und inhaltliche Neuausrichtungen statt. So ist die Mariengemeinde nun Mitglied im Diakonischen Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (DWBO) und mit ihrer Kindertageseinrichtung Mitglied im Verband Evangelischer Tageseinrichtungen für Kinder (VETK) des DWBO. Zum DWBO gehört neben der Mariengemeinde die größte diakonische Einrichtung der SELK – das Naemi-Wilke-Stift in Guben. (MB)

Forum für Kirchenmusik tagt in Berlin-Wedding Wedding aussen

Für den 17. November 2018 sind alle interessierten Gemeindeglieder zum diesjährigen „Forum für Kirchenmusik“ eingeladen. Die Veranstaltung wird ab 10:00 Uhr in den Räumen der Augustana-Gemeinde (Usedomer Straße 11) in Berlin-Wedding stattfinden. Das Thema, das am Vormittag bearbeitet werden soll lautet: „Kirchenmusikfeste (?)“. Am Nachmittag werden hauptsächlich organisatorische Themen bearbeitet werden. Dazu sind besonders die Vertreter der Chöre (Bläser wie Sänger) bzw. der sonstigen Kirchenmusiker eingeladen.

Begegnungskonvent Berlin-Brandenburg und Rheinland-Westfalen SELK

Vom 25. bis zum 27. September 2018 trafen sich die Pfarrkonvente der Kirchenbezirke Rheinland-Westfalen und Berlin-Brandenburg der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) zu einem Begegnungskonvent in den Räumen des Lutherischen Jugendgästehauses in Homberg/Efze. Achtzehn Pfarrer beider Kirchenbezirke bekamen bei herrlichem Wetter die Gelegenheit zur Begegnung und zum Austausch über ihre Tätigkeiten in einem weiten Feld von Aachen bis Greifswald. Jeweils zwei Pfarrer aus dem Osten und dem Westen stellten die Möglichkeiten und Herausforderungen ihrer Gemeinden dar. Das gab allen einen guten Einblick in verschieden strukturierte Gemeinden und regte an zu einer lebendigen Diskussion und Reflektion über die eigene Arbeit.

Kritische Fragen wurden in Arbeitsgruppen diskutiert. Etwa: Was muss passieren, um die Pfarramtstätigkeit effektiver zu gestalten? Sind Strukturänderungen in der Kirche nicht schon lange angesagt? Bei abnehmender Beteiligung an Gottesdiensten selbst bei unterschiedlichen Gottesdienstformen (beispielsweise traditionell und modern) stellt sich die Frage: Brauchen die Menschen überhaupt noch wöchentliche Gottesdienste? Die Pfarrer sehen diese nach wie vor als Orte der Begegnung mit Gott, als Tankstellen für die Seele. Aber würden weniger Gottesdienste auch den Zweck erfüllen? Was würde etwa eine Halbierung der Gottesdienste für die Gemeinden bedeuten?

Des Weiteren rückte die Umfeldanalyse in den Blickpunkt: Was brauchen die Menschen im Umfeld der Kirche vor Ort? Mindestens eine Gemeinde hat schon mal eine solche Erhebung gemacht und ihre Gemeindearbeit danach ausgerichtet. Das brachte ihr zwar größere Bekanntheit und Anerkennung, aber nicht unbedingt neue Gemeindeglieder. Da ist Geduld gefragt.

Ein Höhepunkt des Konvents war die durch SELK-Altbischof Dr. Diethardt Roth arrangierte Werksbesichtigung bei der Firma B. Braun in Melsungen. Sie produziert Gesundheitsartikel für Arztpraxen und Krankenhäuser im In- und Ausland (weltweiter Jahresumsatz von rund 7 Milliarden Euro). Es war höchst anregend, die moderne, automatisierte Fertigung zu besichtigen. Großes Interesse fand die Verwaltung mit einer flachen Hierarchie, wo nicht mehr in starren Abteilungen gearbeitet wird, sondern in aufgaben- und lösungsorientierten Teams von maximal fünf Personen. Dabei hat kein Mitarbeiter seinen "eigenen" Schreibtisch. Selbst der Vorsitzende des Aufsichtsrats hat keinen. Egal, an welchen Schreibtisch sich ein Mitarbeiter setzt: Er bekommt dort Zugang zu den Programmen und Daten, die er für seine Arbeit braucht. Innovation, Kreativität und Produktivität bescheren dem Unternehmen stetiges Wachstum.
(SN/MB)

Bischof Voigt bleibt Vorsitzender des Internationalen lutherischen Rates – 17 neue Kirchen aufgenommen Bischof Voigt c Buettner komp

Vom 25.-28 September 2018 fand die 26. Weltkonferenz des Internationalen Lutherischen Rates (englisch: International Lutheran Council - ILC) in Antwerpen (Belgien) statt.
Der leitende Geistliche der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK), Bischof Hans-Jörg Voigt D.D. (Hannover | Foto), hielt in seiner Funktion als ILC-Vorsitzender die Predigt im Eröffnungsgottesdienst. Das Wort "Einer trage des anderen Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen." (Die Bibel: Der Brief an die Galater, Kapitel 6, Vers 2) gelte auch heute besonders für die weltweiten zwischenkirchlichen Beziehungen, so Voigt. "Von entscheidender Bedeutung ist aber das Gesetz Christi, nach dem Jesus Christus alle unsere Lasten trägt", führte er aus.

Der Eröffnungsgottesdienst wurde in der Liebfrauenkapelle des St. Elisabeth-Klosters aus dem 15. Jahrhundert gehalten, das heute als "Elzenveld Hotel- und Konferenzzentrum" geführt wird. Die Liturgie im Eröffnungsgottesdienst leitete der Exekutivsekretär des ILC, Rev. Dr. Albert Collver (St. Louis/USA).

Nach dem Eröffnungsgottesdienst wurde der ILC durch den Bürgermeister der Stadt Antwerpen, Dr. Bart De Wever, und Antwerpens stellvertretenden Bürgermeister für Kultur und Religion, Jan Rombouts, begrüßt. Generalvikar Bruno Aerts überbrachte die Grüße des römisch-katholischen Erzbistums Antwerpen. John van der Dussen grüßte für den ökumenischen Stadtkirchenrat.

Jedem der Gäste wurde das Buch "450 Jahre Lutherische Kirche in Antwerpen: 1566-1586 und danach" durch den Autor, Präses Gijsbertus van Hattem (Antwerpen/Belgien), überreicht.

Am Donnerstag führten Rev. Dr. Al Collver und Prof. Dr. Roland Ziegler (Fort Wayne/USA) in das Konferenzthema "Kirchenlehre und Ökumene" ein. Ziegler ist als Professor für Systematische Theologie und Konfessionsstudien am Concordia-Seminar der Lutherischen Kirche-Missouri Synode in Fort Wayne (USA) tätig. Collver erinnerte in seiner Einführung daran, dass vor 497 Jahren im September Johann Esch and Heinrich Voes gefangengesetzt und zwei Jahre später in Brüssel als die ersten lutherischen Märtyrer auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurden. Die Zeiten hätten sich geändert, erläuterte Ziegler, was allein schon daran erkennbar werde, dass der ILC durch den Generalvikar der römisch-katholischen Erzdiözese begrüßt worden sei.

Am Donnerstag wählten die Vertreter der Mitgliedskirchen des ILC einstimmig für weitere drei Jahre Bischof Hans-Jörg Voigt D.D. als ILC-Vorsitzenden. Der leitende Geistliche der SELK hatte das Amt 2010 kommissarisch übernommen und wurde 2012 und 2015 für je drei Jahre in dieser Aufgabe bestätigt.

Der ILC wählte zudem den Präses der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Belgien, Pfarrer Gijsbertus van Hattem, als Sekretär des Exekutivkomitees.

Weitere fünf Wahlämter wurden durch die 26. ILC-Konferenz besetzt. Bischof Dr. Dieter Reinstorf wurde als leitender Geistlicher der Freien Evangelisch-Lutherischen Synode in Südafrika für die Region Afrika gewählt. Präses Antonio Reyes von der Lutherischen Kirche der Philippinen wurde als Repräsentant für die asiatische Region gewählt. Die europäische Region wird durch Chairman Rev. Jon Ehlers aus der Evangelisch-Lutherischen Kirche von England vertreten und Lateinamerika durch Dr. Rudi Zimmer, den Präses der Evangelisch-Lutherischen Kirche von Brasilien. Der leitende Geistliche der Lutherischen Kirche-Kanada, Timothy Teuscher, wurde als Repräsentant der nordamerikanischen Region gewählt.

Nach der neuen Satzung des ILC hat das Exekutivkomitee das Recht, zwei weitere stimmberechtigte Mitglieder zu berufen. Rev. Robert Bugbee D.D. aus der Lutherischen Kirche-Kanada hatte die Mitgliedschaft bereits übernommen. Am Freitag wurde zusätzlich Präses Dr. Matthew Harrison, der leitende Geistliche der US-amerikanischen Lutherischen Kirche-Missouri Synode (LCMS), in dieses Amt berufen.

Ebenso wurden auf der Weltkonferenz des ILC 17 weitere Kirchen den Kirchenbund aufgenommen, die rund 4,15 Millionen Lutheraner in der Welt repräsentieren. Damit ist die Anzahl der Lutheraner im ILC auf 7,15 Millionen angewachsen. Aufgenommen wurden zehn neue Mitgliedskirchen aus Afrika, drei aus Europa, und vier aus Asien, einschließlich der Ceylon Evangelisch-Lutherischen Kirche als Nachfolgerin der aufgelösten Lanka Lutherischen Kirche. Damit erhöht sich die Zahl der ILC-Kirchen auf 54. Für zwei weitere Kirchen, die um Aufnahme gebeten hatten, wurde die Aufnahme erst einmal aufgeschoben. Von den dem ILC jetzt beigetretenen Kirchen wurden elf als Vollmitglieder aufgenommen; sechs erhielten den Beobachterstatus.

Als Vollmitglieder aufgenommen wurden die Lutherische Kirche in Afrika - Benin Synode (400 Kirchglieder in fünf Gemeinden), die Evangelisch-Lutherische Kirche von Burkina Faso (1.400 Kirchglieder in acht Gemeinden), die Evangelisch-Lutherische Missionsdiözese in Finnland (2.000 Kirchglieder in 33 Gemeinden), die Evangelisch-Lutherische Kirche von Liberia (7.300 Kirchglieder in 91 Gemeinden), die Madagassische Lutherische Kirche (Madagaskar | 4 Millionen Kirchglieder in 8.500 Gemeinden), die Evangelisch-Lutherische Diözese in Norwegen (150 Abendmahlskommunikanten in fünf Gemeinden), die Ceylon Evangelisch-Lutherische Kirche (Sri Lanka | 500 Kirchglieder in 15 Gemeinden), die Missionsprovinz in Schweden (16 Gemeinden), die Lutherische Kirche von Togo (8.000 Kirchglieder in 45 Gemeinden), die Lutherische Kirche von Uganda (50.000 Kirchglieder in 140 Gemeinden) sowie die Lutherische Kirche von Uruguay (200 Kirchglieder in drei Gemeinden). Als Kirchen mit Beobachterstatus wurden aufgenommen die Indonesische Christliche Lutherische Kirche (21.000 Kirchglieder in 102 Gemeinden), die Lutherische Kirche Myanmar (3.400 Kirchglieder in 14 Gemeinden), die Lutherische Mission in Afrika - Synode der Tausend Hügel (Ruanda | 2.000 Kirchglieder in 22 Gemeinden), die St. Peter Lutherische Bekenntnissynode von Südafrika (22.000 Kirchglieder), die Evangelisch-Lutherische Kirche des Südsudan (5.000 Kirchglieder in 15 Gemeinden) sowie die Lutherische Kirche der Republik China (640 Kirchglieder in 11 Gemeinden).

Die Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche (SELK) ist Vollmitglied im ILC. Ihr leitender Geistlicher, Bischof Hans-Jörg Voigt D.D. (Hannover), ist ILC-Vorsitzender. (MB/SN)

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