Einsatz für verfolgte Christen – Pfarrer Dr. Gottfried Martens erhält Stephanus-Preis 2016 Martens Gottfried

Der Stephanus-Preis 2016 der Stephanus-Stiftung für verfolgte Christen wird Pfarrer Dr. Gottfried Martens, Berlin, für sein Engagement unter Flüchtlingen verliehen. Martens arbeitet als Gemeindepfarrer an der Evangelisch-Lutherischen Dreieinigkeits-Gemeinde der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) in Berlin-Steglitz vor allem unter Flüchtlingen aus dem Iran und Afghanistan, neuerdings auch aus Eritrea. Der Stephanus-Preis ist für Menschen, die ihren Glauben entweder in Verfolgerstaaten bekennen oder aber sich außerhalb von Diktaturen für verfolgte Christen einsetzen. Zu den Preisträgern vergangener Jahre gehörten der eritreische Patriarch Abuna Antonios, Erzbischof Louis Sako in Bagdad (Irak) oder das Hilfswerk der Jesuiten in Homs (Syrien).

„Dass ich mit dieser Preisverleihung nun in einer Reihe mit solchen mutigen Glaubenszeugen stehe, beschämt mich eher. Ich habe den Preis angenommen als Würdigung der Glieder unserer Gemeinde, von denen so viele für ihren Glauben so viel auf sich genommen und erlitten haben und die auch jetzt noch als Asylbewerber in unserem Land so viel zu erleiden haben. Dass ihr Schicksal durch die Preisverleihung noch weiter in der Öffentlichkeit bekannt wird, ist mir eine Freude und ein besonderes Anliegen“, so Martens. Der Stephanus-Preis soll am Samstag, dem 28. Mai 2016, in einem Festakt in der Evangelisch-Lutherischen Dreieinigkeits-Kirche in Berlin-Steglitz verliehen werden.

Die 2011 mit zwei Iranern begonnene Arbeit unter Migranten führte zunächst zu einem Wachstum der Evangelisch-Lutherischen St. Mariengemeinde in Berlin-Zehlendorf, an der Martens bis Mai 2015 Gemeindepfarrer war. Weil die Zahl derer, die Hilfe bei Martens suchten stetig stieg, hat die Kirchenleitung der SELK 2012 beschlossen mit Pfarrer Markus Büttner einen zweiten Pfarrer in die St. Mariengemeinde zu entsenden. Im Mai 2013 ist die Arbeit unter Flüchtlingen in die Evangelisch-Lutherische Dreieinigkeitskirche nach Berlin-Steglitz verlagert worden. Zunächst als Projekt innerhalb der St. Mariengemeinde als multinationale Flüchtlingskirche im Sinne einer Schwerpunktkirche konzipiert, wurde im Mai 2015 ein Teil der bisherigen St. Mariengemeinde ausgegliedert. Sie bildet nun die Dreieinigkeits-Gemeinde in Berlin-Steglitz. Beide Kirchengemeinden sind weiterhin in einem Pfarrbezirk miteinander besonders verbunden. Die Dreieinigkeits-Gemeinde wächst gegen den allgemeinen Trend weiter stark, besonders durch das nicht abreißende Interesse von Iranern und Afghanen am christlichen Glauben. Heute gehören mehr als 600 Gemeindeglieder aus dem Iran und Afghanistan zur Dreieinigkeits-Gemeinde in Berlin-Steglitz.

Sowohl die St. Mariengemeinde als auch die Dreieinigkeits-Gemeinde gehören zum Kirchenbezirk Berlin-Brandenburg der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK). Zu diesem Kirchenbezirk gehören 13 Pfarrbezirke mit einer Vielzahl an Gottesdienstorten. Die SELK ist eine bundesweite evangelisch-lutherische Kirche, die national in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen als Vollmitglied mitarbeitet. Der Kirchenbezirk Berlin-Brandenburg arbeitet im Ökumenischen Rat der Kirchen Berlin-Brandenburg mit. Zur SELK gehören bundesweit rund 33.000 Kirchglieder. Sie ist über die Diakonische Arbeitsgemeinschaft evangelischer Kirchen Mitglied im Evangelischen Werk für Diakonie und Entwicklung und eine Trägerkirche des Diakonischen Werkes Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. (MB)

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