Die christliche Beerdigung

Ein Mensch liegt im Sterben

Liegt ein Mensch im Sterben, können Sie gerne einen Pfarrer rufen. Ist der Sterbende noch ansprechbar, dann können Dinge des Lebens aufgearbeitet, Vergebung unter den Angehörigen und vor Gott empfangen, aber auch die Liebe untereinander ausgedrückt werden. Der Pfarrer wird versuchen den Sterbenden und die Angehörigen zu begleiten.

Ein Mensch ist verstorben

Ist ein Mensch zu Hause verstorben, verständigen Sie bitte einen Arzt. Gerne dürfen Sie einen Pfarrer rufen. Ebenso ist ein Bestattungsunternehmen zu beauftragen. Ist ein Angehöriger im Krankenhaus verstorben, beauftragen Sie bitte ein Bestattungsinstitut. Bei Unfalltod, Suizid oder einer Straftat ist grundsätzlich die Polizei zu informieren. Der Verstorbene ist beim Standesamt durch Vorlage der Sterbeurkunde (Ausstellung durch einen Arzt) abzumelden.

Hierneben sind noch andere Punkte zu bedenken, wie beispielsweise: Weitere Familienangehörige sind zu verständigen und das Testament des Verstorbenen ist zu berücksichtigen. Zwischen Ihnen als Angehörige, dem Beerdigungsunternehmen und dem Pfarrer ist dann einvernehmlich ein Termin für die Bestattung zu finden. Zahlreiche Punkte erledigt der beauftragte Bestatter.

Gibt es einen kirchlichen Abschied vor der eigentlichen Beerdigung?

Ja. Hierbei handelt es sich um eine Aussegnungsandacht. Es ist ein kurzer Gottesdienst von vielleicht 10 Minuten. Er kann folgenden Ablauf haben:

Friedensgruß
Bibelvers
Gebet
(Valetsegen)
Lesung (mit Zuspruch)
Vaterunser
Segen

Der Trauerbesuch durch den Pfarrer

Neben der seelsorgerlichen Begleitung, dient der Besuch des Pfarrers auch dazu die Beerdigung vorzubereiten. Im Trauergespräch fragt der Pfarrer Sie nach dem Leben des Verstorbenen. Diese Fragen dienen der Erstellung des Lebenslaufes, der vorgelesen werden kann, wenn Sie dieses wünschen. Dann ist es wichtig einen Vers aus der Bibel auszuwählen, über den die Traueransprache gehalten werden soll. Es eigenen sich hierfür Tauf,- Konfirmations- oder Trausprüche, oder aber Verse aus der Bibel, die dem Verstorbenen in seinem Leben Trost, Hoffnung und Kraft gegeben haben oder aber andere Worte der Heiligen Schrift. Weiter wird auch der Ablauf des Trauergottesdienstes besprochen, Fragen nach christlichen Liedern geklärt oder nach der musikalischen Umrahmung.

Dürfen Würdigungen durch Vereine, Arbeitgeber oder andere erfolgen?

Ja, Würdigungen sind nach dem Segen am Grab möglich. Da es sich um einen Gottesdienst handelt, möchten Wertschätzungen des Verstorbenen nicht vor Erteilung des Segens erfolgen.

Wie sollen wir mit dem Thema Beileidsbekundungen am Grabe umgehen?

Dies liegt in Ihrem Ermessen. Jeder wird Verständnis haben, wenn Sie keine Beileidsbekundungen am Grabe wünschen. Bedenken Sie hierbei aber, dass Freunde, Bekannte, Nachbarn die Trauer mit Ihnen teilen möchten und Ihnen auf diesem Wege zeigen wollen, dass Sie nicht alleine sind. Beileidsbekundungen können ja sehr unterschiedlich sein. Eine Umarmung, ein stummer Händedruck, ein kurzer Vers aus der Bibel mit einem persönlichen Wort oder anderes. Es kann also gut sein, auf diese Weise die Anteilnahme zu erfahren.

Was ist nach der Bestattung zu tun?

In unseren Breiten werden oftmals Bekannte, Freunde und Verwandte zu einem kleinen Imbiss in eine Gaststätte eingeladen. Sie müssten also klären, ob und wenn ja, wo ein solches Essen stattfinden soll. Bei diesem Imbiss geht es nicht um eine Feier, sondern darum, dass Sie als Angehörige nach der Beerdigung nicht gleich alleine sind. Sie haben dort die Möglichkeit mit Freunden, Verwandten und Nachbarn sich auszutauschen.

Bibelverse und Lieder – Hier finden Sie eine Auswahl!

1. Bibelverse

Herr, ich warte auf dein Heil!
1. Mose 49,18
Der Herr hat's gegeben, der Herr hat's genommen; der Name des Herrn sei gelobt!
Hiob 1,21
Ich weiß, dass mein Erlöser lebt!
Hiob 19,25
In deine Hände befehle ich meinen Geist; du hast mich erlöst, Herr, du treuer Gott.
Psalm 31,6
Befiehl dem Herrn deine Wege und hoffe auf ihn, er wird's wohl machen.
Psalm 37,5
Gott legt uns eine Last auf, aber er hilft uns auch. Wie haben einen Gott, der da hilft, und den Herrn, der vom Tode errettet.
Psalm 68,20f
Dennoch bleibe ich stets an dir; denn du hältst mich bei meiner rechten Hand.
Psalm 73,23
Wie sich ein Vater über Kinder erbarmt, so erbarmt sich der Herr über die, die ihn fürchten.
Psalm 103,13
Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.
Johannes 3,16
Jesus Christus sagt: Wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hält, der wird den Tod nicht sehen in Ewigkeit.
Johannes 8,51
Jesus Christus sagt: Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir; und ich gebe ihnen das ewige Leben, und sie werden nimmermehr umkommen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen.
Johannes 10,27
Jesus Christus sagt: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt; und wer da lebt und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben.
Johannes 11,25f
Jesus Christus sagt: Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht.
Johannes 14,27
Jesus Christus sagt: In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.
Johannes 16,33
O welch eine Tiefe des Reichtums, beides, der Weisheit und der Erkenntnis Gottes! Wie unbegreiflich sind seine Gerichte und unerforschlich seine Wege! Denn wer hat des Herrn Sinn erkannt, oder wer ist sein Ratgeber gewesen?
Römer 11,33f
Jesus Christus hat dem Tod die Macht genommen und das Leben und ein unvergängliches Wesen ans Licht gebracht durch das Evangelium.
2. Timotheus 1,10
Es ist noch eine Ruhe vorhanden für das Volk Gottes. Denn wer zu Gottes Ruhe gekommen ist, der ruht auch von seinen Werken so wie Gott von den seinen.
Hebräer 4,9f
Jesus Christus sagt: Siehe, ich komme bald und mein Lohn mit mir, einen jeden zu geben, wie seine Werke sind. Ich bin das A und O, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende.
Offenbarung 22,12f

2. Lieder aus dem Evangelisch-Lutherischen Kirchengesangbuch (ELKG)

Lieder zum Thema Auferstehung

Christ ist erstanden (ELKG 75)
Christ lag in Todesbanden (ELKG 76)
Jesus Christus, unser Heiland (ELKG 77)
Auf, auf mein Herz mit Freuden (ELKG 86)
O Tod, wo ist dein Stachel nun (ELKG 87)
Wach auf, mein Herz (ELKG 88)

Lieder zum Thema Dank

Lobe den Herren, o meine Seele (ELKG 198)
Lobet den Herren (ELKG 199)
Lobe den Herrn, den mächtigen König (ELKG 234)

Lieder zum Thema Geborgenheit

Aus tiefer Not schrei ich zu dir (ELKG 195)
Herzlich lieb hab ich dich, o Herr (ELKG 247)
Ist Gott für mich, so trete gleich alles (ELKG 250)
Meinen Jesus lass ich nicht (ELKG 251)
Christi Blut und Gerechtigkeit (ELKG 273)
Was mein Gott will, gescheh allzeit (ELKG 280)
Von Gott will ich nicht lassen (ELKG 283)
In dir ist Freude (ELKG 288)
Befiehl du deine Wege (ELKG 294)
Wer nur den lieben Gott lässt walten (ELKG 298)
Wie Gott mich führt, so will ich gehn (ELKG 302)
Ich steh in meines Herren Hand (ELKG 306)
Mitten wir im Leben sind (ELKG 309)

Lieder zum Thema Taufe 

Ich bin getauft auf deinen Namen (ELKG 152)
Lasset mich voll Freuden sprechen: Ich bin ein getaufter Christ (ELKG 464)
Ich bin getauft, ich steh im Bunde (ELKG 465)

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